Heute wichtiger denn je

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Jung trifft Alt

Das Projekt „J.A! – Jung trifft Alt“ geht in die 12. Runde. In diesem Schuljahr mit dabei sind 76 Schülerinnen und Schüler von BG St. Johann, BG Zaunergasse, BORG Straßwalchen und Caritas-Schule Salzburg. Sie besuchen – wenn es Covid-19 zulässt – ehrenamtlich einmal pro Woche ältere Menschen in Senioreneinrichtungen.

Das Verständnis zwischen den Generationen fördern und die beiden Lebenswelten einander näherbringen: Mit diesem Ziel startete die Gemeindeentwicklung im Salzburger Bildungswerk 2010 gemeinsam mit youngCaritas das Projekt „J.A! – Jung trifft Alt“. „Für viele junge Menschen ist der Umgang mit Seniorinnen und Senioren inzwischen ein Umgang mit einer fremden Generation“, ist Projektleiterin Dr. Anita Moser überzeugt. Umso erfreulicher: Das Interesse am Projekt und an dieser etwas anderen Form der Freizeitgestaltung ist nach wie vor enorm.

Wichtig: Professionelle Vorbereitung und Begleitung
Besonderes Augenmerk wird traditionell auf die optimale Vorbereitung gelegt. Im Rahmen mehrtägiger Schulungen mit Fachleuten aus der Praxis erfahren die Jugendlichen beispielsweise mehr über das Alter aus medizinischer Sicht, was es heißt, mit körperlichen Beeinträchtigungen zu leben, und sie erhalten praktische Tipps im Umgang mit Demenz, mit Tod und Trauer. Ebenfalls ganz wichtig: Ein wesentlicher Teil der Ausbildung wird der Kreativität und der Lebensfreude sowie der Vermittlung von Wertschätzung gewidmet. Coaching sowie Supervisionen während des Projektes schließen sich an. „Die gute Ausbildung und die konstante Begleitung sind die Voraussetzung dafür, dass die Jugendlichen auch bei auftretenden Problemen motiviert bleiben“, ist Anita Moser überzeugt.

Motive für Beteiligung sind unterschiedlich
Die etwas andere Freizeitgestaltung wird von den jungen Menschen frei gewählt. Ihre Motive, sich am Projekt zu beteiligen, sind unterschiedlich: „Einige Jugendliche gewinnen wir über die emotionale Ebene, andere, weil sie sich Vorteile für ihren Lebenslauf wie zum Beispiel den Erwerb von sozialen und kommunikativen Kompetenzen versprechen“, informiert Anita Moser, „die persönliche Verantwortung entsteht dann während der Besuchsdienste, unabhängig von der ursprünglichen Motivation“. Am Ende des Schuljahres bekommen die Schülerinnen und Schüler den begehrten Sozialzeitausweis, wo diese Kompetenzen sichtbar gemacht werden.

Einsamkeit: das vergessene Problem im Alter
Der Lebenspartner und Freunde sind verstorben, die Kinder und Enkelkinder wohnen in einer anderen Stadt oder unterschätzen die soziale Situation ihrer Angehörigen: So geht es vielen Seniorinnen und Senioren in unserer Gesellschaft. Das Alleinsein verschlimmert jedoch die Gesamtsituation und ist häufig eine Ursache für weitere Problemfelder wie Krankheiten, den Verlust der mentalen Fähigkeiten oder Depressionen. Um Senioren auch im hohen Alter noch gesunde soziale Kontakte zu ermöglichen, wurde „Jung trifft Alt“ ins Leben gerufen. Denn Beziehungen sind lebensnotwendig.

Weitere Infos zum Projekt

Kontakt:
Dr. Anita Moser
Tel: 0662-872691-18
E-Mail: anita.moser@sbw.salzburg.at