Naturparadiese schaffen

Foto: Gemeindeentwicklung

Lamprechtshausen ist „Calendula-aktiv“

Privatgärten in Naturparadiese verwandeln: Diesem Ziel hat man sich in Lamprechtshausen im Rahmen von „Calendula – Natur verbindet“ verschrieben. Auf der Agenda: Gartenbegehungen mit Experten sowie Veranstaltungen zu speziellen Themen.

Gartenberatungen mit Gärtnermeister Franz Hönegger standen am Beginn der Calendula-Aktivitäten. Mit kreativen Ideen, Checklisten und nützlichen Bauanleitungen für naturnahe Gestaltung besuchte der Gartenexperte Privatgärten in Lamprechtshausen und gab hilfreiche Hintergrundinfos und Tipps aus seinem Fundus für naturnahe Gestaltung. „Die individuelle Gartenberatung mit vielen Anstößen und Anregungen wurde von allen sehr positiv aufgenommen“, freut sich Bürgermeisterin Andrea Pabinger. „In weiterer Folge geht es jetzt an die Umsetzung. In unserer Gemeinde bestand großes Interesse an einem Workshop zum Bauen einer Trockensteinmauer. Dieser wurde bereits im Pfarrgarten der Gemeinde unter fachkundiger Anleitung umgesetzt“.

Pfarrgarten wird zum Gartenparadies
„Dass für dieses Projekt der Pfarrgarten ausgewählt wurde, war für mich ein Geschenk des Himmels (und unserer Gemeinde!)“, erzählt Pfarrhaushälterin Katharina Greil. Allein schon die Gartenbegehung und Beratung, welche dem Workshop vorausging, brachte viele Verbesserungsvorschläge für mehr Naturnähe und weniger Arbeitsaufwand. Bei zahlreichen Vorarbeiten griffen bereits Jugendliche der Landjugend hilfreich unter die Arme. Und dann war es soweit: Unter der fachkundigen Leitung von Gärtnermeister Franz Hönegger und der tatkräftigen Mithilfe von 15 Workshop-Teilnehmenden entstand ein Trockenbiotop für Wildbienen, Eidechsen & Co sowie eine dauerhafte Blumenwiese. Dazu Katharina Greil: „Es ist mir ein Herzensanliegen, allen Frauen und Männern, die mitgeholfen haben, dass der Pfarrgarten allmählich ein blühendes und einladendes Gesicht bekommt, DANKESCHÖN zu sagen!“ Alle Interessierten sind eingeladen, im „blühenden Begegnungsort“ vorbeizuschauen!

Apropos „Calendula“
Vor vier Jahren wurde von der Gemeindeentwicklung im Salzburger Bildungswerk das Projekt „Calendula – Menschen begegnen, Natur erleben“ gestartet. Anfänglich waren vor allem die Gemeinden aufgerufen, öffentliche Wegbegrenzungen, Verkehrsinseln und Grünflächen im Gemeindegebiet mit einheimischen Pflanzen naturnah zu begrünen. Gemeinschaftsgärten, Therapiegärten, Schulgärten und zahlreiche Aktionen zur Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung wurden angeboten.
Mit „Calendula – Natur verbindet“ stehen nun in einem nächsten Schritt die Privatgärten im Mittelpunkt des Interesses. Bürgerinnen und Bürger in den Gemeinden und Stadtteilen sind aufgerufen, aus ihren Gärten nachhaltige Naturparadiese zu machen. Interessierte erfahren, wie man den Boden vorbereitet, die Samen richtig ausbringt und den Garten später pflegt und hegt. Abschließend lädt eine gemeinsame „Gartenroas“ durch die Schaugärten zum Zusammenkommen, Austauschen und Nachmachen ein.

Herausforderung Klimawandel
Mit diesem Projekt werden einfache, intelligente Wege zur Anpassung der Gärten und Grünräume an den Klimawandel aufgezeigt. Allen voran steht viel Grün für mehr Verdunstung: Wasser im Garten zurückhalten, Kreisläufe schließen. Man erfährt Wissenswertes über unser Mikroklima und wie man es positiv beeinflussen kann. Das Paket bietet viele Anregungen rund um das vorausschauende Planen und ökologische Gestalten der Gärten und Grünräume in den Gemeinden.
Nicht zu unterschätzen ist der soziale Aspekt, die Gartenbesitzer lernen sich kennen, tauschen sich aus, treffen sich auch außerhalb der organisierten Veranstaltungen und wachsen zusammen.

Kontakt:
Dr. Anita Moser
Tel: 0662-872691-18
E-Mail: anita.moser@sbw.salzburg.at