Leben im Nebel …

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Ratgeber für Betroffene & Angehörige

Rund 130.000 Menschen leiden derzeit in Österreich an einer demenziellen Erkrankung. Der Leoganger Verein „Loigom hoit zsomm“ hat einen gelungenen Ratgeber für Betroffene, Angehörige und Freunde herausgebracht.

Unter den Folgen von Demenz leiden nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch deren Angehörige. Mehr Information und rechtzeitige Früherkennung sind wichtig, um auf diese Krankheit richtig reagieren zu können.

Der Leoganger Verein „Loigom hoit zsomm“ hat dazu mit Unterstützung der Gemeindeentwicklung einen wertvollen Ratgeber herausgebracht. Karin Battisti und Thomas Thämlitz, beide Pflegeassistenten für Altenarbeit im Wohnhaus Prielgut in Leogang und Demenzbegleiter, zeichnen für den Inhalt verantwortlich. Dieser liefert kurz und kompakt die wichtigsten Informationen über das Krankheitsbild „Demenz“, über die Symptomatik, den Verlauf der jeweiligen Stadien, Kommunikationshilfen und wie man den Alltag mit einer bzw. einem demenzerkrankten Angehörigen gestalten kann.
Und ganz wichtig: Auch konkrete Hilfe vor Ort wird angeboten.

Vergesslichkeit ist nicht gleich Demenz
Mit zunehmendem Alter beginnen wir mit unserem Gedächtnis unzufrieden zu werden. Namen fallen uns nicht ein, obwohl sie uns auf der Zunge liegen, wir verlegen Dinge, wir vergessen einen versprochenen Telefonanruf oder einen vereinbarten Termin. Das sind im Alter übliche Vergesslichkeiten, sie dürfen auf keinen Fall mit Demenz verwechselt werden.

Was ist Demenz? 
Demenz ist ein Oberbegriff für verschiedene Krankheitsbilder, bei denen die Kognition (Gedächtnis, Denken, Lernen etc.), die Aktivitäten des täglichen Lebens und das Verhalten betroffen sind. Die Demenz ist keine einheitliche Krankheit, sondern ein „Syndrom“ – eine Kombination von kognitiven Symptomen und Verhaltensveränderungen. Zu den kognitiven Symptomen gehört die Schädigung oder Zerstörung von Nervenzellen im Gehirn. Zwar ist im Alter ein gewisser Verlust von Nervenzellen üblich, im Falle einer Demenz geschieht dies aber weitaus rascher und stärker. Vor allem Gedächtnis, Sprache und die Fähigkeit, Alltagsprobleme zu lösen, sind betroffen. Hinzu kommen Wahrnehmungs- und Denkstörungen, Desorientiertheit und Persönlichkeitsveränderungen.

In der Bevölkerung und bei den Betroffenen bestehen erhebliche Ängste vor den Begleiterscheinungen der Demenz, wie dem Verlust der Eigenständigkeit und Selbstbestimmung, den krankheitsbedingten Wesensveränderungen und auch davor, der Familie zur Last zu fallen.

Kontakt:
Dr. Anita Moser
Tel: 0662-872691-18
E-Mail: anita.moser@sbw.salzburg.at