Henndorf blüht nachhaltig auf

Mit „Calendula“ Natur erleben

Seit 5 Jahren werden im Rahmen von „Calendula“ Initiativen in Gemeinden gefördert, die Begegnungen in und mit der Natur ermöglichen. Stellvertretend für viele interessante Aktivitäten werfen wir einen Blick nach Henndorf am Wallersee.

In Henndorf machte sich im Jahr 2020 eine engagierte Gruppe von Frauen und Männern daran, aus der bloßen Idee zu einem Gemeinschaftsgarten ein konkretes Projekt zur Umsetzung zu bringen. Es folgten Besichtigungen anderer Anlagen in der Region, Erfahrungsaustausch und die Suche nach Unterstützung – sowohl inhaltlich als auch finanziell.

Miteinander naturnah gärtnern
Angesprochen werden sollten junge Familien, die ihren Kindern zeigen wollen, woher das Gemüse kommt und wie es schmeckt, Menschen auf der Suche nach einem Ausgleich zum Arbeitsalltag, aber auch all jene, die keinen Zugang zu einem eigenen Stück Erde haben. Neben der Freude, selbst Gemüse, Obst, Kräuter und Blumen anzubauen und zu ernten, sollte vor allem das „Miteinander-naturnah-Gärtnern“ im Vordergrund stehen.

Als eigene „Sektion“ im Obst- und Gartenbauverein Henndorf sind die Mitglieder des Gemeinschaftsgartens mittlerweile auf jeden Fall auch inhaltlich „gut aufgehoben“. Wem das nötige Wissen anfangs noch fehlt, der kann von der Erfahrung der anderen profitieren. Die Sektion „Gemeinschaftsgarten“ wird organisatorisch von Birgit Winkler und Hans Hauser betreut.

Garten als Treffpunkt für alle
Schon bald hatten die Engagierten im Gemeinschaftsgarten eine neue Zielsetzung: Als Treffpunkt, Ort für Gartenführungen, für Kräuter- und Kochworkshops, Bastelkurse oder auch sommerliche Kinoabende soll der Garten auch für Besucherinnen und Besucher von außen offen sein.
2021 wurde diese Idee, dank der tatkräftigen Unterstützung der Gemeinde Henndorf und der Gemeindeentwicklung im Salzburger Bildungswerk, Realität. Im Sommer fand die feierliche Eröffnung statt.
Im Rahmen des Eröffnungsfestes wurde der Gemeinschaftsgarten auch als eine Woerle-Rettungsinsel für Artenvielfalt anerkannt und zertifiziert.

Einige Fakten zum Garten
In der Anlage wurden 14 Hochbeete errichtet.
13 davon sind „verpachtet“ und werden von den Pächterinnen und Pächtern eigenständig bestellt und beerntet. Mit dem Unkostenbeitrag, den jeder Gärtner bzw. jede Gärtnerin pro Jahr bezahlt, werden Geräte und/oder Material für den Garten beschafft. In einem Beet wurden Kürbis und Zucchini angepflanzt, die genauso wie die Kräuter in der gemeinsam angelegten Kräuterspirale von allen Beetbesitzenden geerntet werden können. Entlang des errichteten Zaunes durften die Gemeinschaftsgärtner Beerensträucher anpflanzen – so stehen dort nun Himbeere, Brombeere und Stachelbeere zur Ernte bereit.

Fachlich wird das Projekt von der Kräuterpädagogin und Henndorfer Blühflächenbeauftragten Anita Himmer begleitet. Sie schult und informiert die Gemeinschaftsgärtnerinnen und -gärtner zum Thema „naturnah gärtnern“.
Im Garten wird auf chemisch-synthetische Pestizide, chemisch-synthetischen Dünger und auf Torferde verzichtet. Das Augenmerk wird verstärkt auf regionale Pflanzen und Saatgut gelegt.

Mehr Infos zu Calendula

Kontakt:
Dr. Anita Moser
Tel: 0662-872691-18
E-Mail: anita.moser@sbw.salzburg.at