Aktiver Generationen-Stadtteil

Foto: Anita Moser

Gemeinschaft ermöglichen

Aktivitäten im neu gestalteten Stadtteilgarten, Gedächtnistraining und neuerdings eine regelmäßig erscheinende Stadtteilbroschüre: Seit 17 Jahren bringt der Stadtteilverein Parsch Leben in den Stadtteil. Die Initiativen sind vielfältig und nachhaltig.

Umwelt, Jugend & Kultur, Soziales, PR: 4 Arbeitskreise mit zahlreichen Arbeitsgruppen bemühen sich seit fast 2 Jahrzehnten um ein gedeihliches Für- und Miteinander im Stadtteil. Sprechstunden im Stadtteilbüro, ein Begegnungskaffee, eine Wandergruppe, Gedächtnistraining, der Familiencircus und die Initiative „Knallerbsen“ werden regelmäßig bzw. wöchentlich angeboten. Hinzu kommt eine Fülle an weiteren Aktivitäten. Aktuell sind eine Nostalgiefahrt durch Parsch, eine Festungsführung und ein Plauderbank-Treffen mit vielen Lichtern geplant.

Belebter Stadtteilgarten
Mit einem Herbstfest wurde Anfang Oktober die „Saison“ im Stadtteilgarten abgeschlossen. Jung und Alt waren eingeladen, bei Musik, Köstlichkeiten und Unterhaltung den Sommer ausklingen zu lassen. Interessierte konnten den Naturerlebnisgarten besichtigen und sich über dessen Konzeption informieren. Hier sollen sich nicht nur Jung und Alt wohlfühlen, ganz besonders liegt dem Projektteam auch das Wohlbefinden der Tiere am Herzen. So wurde eine Vogelschutzhecke gepflanzt und viele Beete wurden naturnah gestaltet, damit Insekten, insbesondere Schmetterlinge und Bienen, eine bunt gemischte Speisekammer vorfinden können. Gesellige Aktivitäten bringen ebenfalls Leben in den Stadtteilgarten, wie beispielsweise A-Capella-Gesang und eine Lesung des Ensembles „DreiklangXang“ im heurigen Sommer.

Dem Gedächtnis auf die Sprünge helfen
Jeden zweiten und vierten Montag treffen sich in Parsch Frauen zwischen 70 und 90 Jahren, um ihre grauen Zellen zu trainieren. Martha Korntner, die Obfrau des Stadtteilvereins, hat jahrelang mit Menschen mit beginnender und fortgeschrittener Demenz gearbeitet – sie begleitet die Teilnehmerinnen beim Gedächtnistraining. Dazu Martha Korntner: „Immer wieder erzählen mir Menschen, sie würden gerne kommen, aber sie möchten sich nicht blamieren. Das ist sehr schade, denn es wird niemand getadelt oder ausgelacht, obwohl wir immer sehr viel zu lachen haben, aber wir lachen miteinander und wir loben uns gegenseitig.“
Das Trainieren des Gedächtnisses ist nur ein wichtiger Aspekt. „Es ist genauso wichtig, zusammenzukommen, Menschen kennenzulernen, die Gemeinschaft zu genießen, ganz einfach einen Nachmittag in netter Gesellschaft zu verbringen“, ist Martha Korntner überzeugt. Sie lädt vor allem auch Männer ein, dieses Angebot zu nutzen.

Parsch erspüren
Parsch erspüren: Unter diesem Titel erscheint seit Herbst regelmäßig – vierteljährlich – eine Infobroschüre. Damit werden die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils sowohl über Projekte, Termine und Veranstaltungen als auch über Orte und Menschen, die in Parsch wohnen oder arbeiten, informiert. Auch hier das Ziel: Menschen (näher) kennenlernen und mit diesen (vielleicht) ins Gespräch zu kommen. 

Parsch ist Generationenstadtteil
Im Jahr 2004 wurde der überparteiliche und überkonfessionelle Stadtteilverein Parsch gegründet. Ziel des Vereins ist es, die Anliegen, Wünsche und Anregungen der Parscherinnen und Parscher anzuhören, zu sammeln und möglichst einer Lösung zuzuführen sowie das Miteinander und Füreinander im Stadtteil zu fördern. Dies geschieht vor allem im Rahmen des „Generationendorfprojektes”, einem Programm der Gemeindeentwicklung Salzburg, dem sich der Verein 2006 angeschlossen hat. Anhand von vielen kleineren und größeren Projekten wird versucht, im Stadtteil Brücken zu bauen – zwischen Generationen, Gruppen, Institutionen und Menschen mit unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten.

Kontakt:
Dr. Anita Moser
Tel: 0662-872691-18
E-Mail: anita.moser@sbw.salzburg.at