Projekt „VergissDEINnicht“ abgeschlossen

Foto: Susanne Radke

Gemeinden profitieren

3 Jahre wurde im Pinzgau das LEADER-Projekt „VergissDEINnicht“ mit den Schwerpunkten Prävention und Demenz durchgeführt. Nunmehr ist das Projekt abgeschlossen.

Die Generation 50+ bzw. 60+ stand in den vergangenen drei Jahren im Mittelpunkt zahlreicher Aktivitäten und Initiativen. Der Schwerpunkt des Projektes lag auf dem Thema Demenz und generell auf der Unterstützung von pflegenden Angehörigen sowie auf speziellen Hilfen, die es älteren Menschen gestatten, so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben. Auch die präventive Aufklärung und Gesundheitsinformation war ein wichtiger Teil dieses Projektes.

Leicht verständliche Vorträge bei Seniorennachmittagen
Um diese Botschaften möglichst niederschwellig und gezielt zu vermitteln, fanden in den Orten gemeinsam mit der jeweiligen Gemeindeführung organisierte Nachmittage statt, wo meist eine gemütliche Jause mit Vorträgen kombiniert wurde. Bei diesen Seniorennachmittagen konnten bis zu 120 Personen begrüßt werden. Allgemeine Gesundheit, Gelenkschmerzen, Altersdiabetes, richtige Medikamentengabe, Blutdruck, …: Die Themenpalette war vielfältig. Zur Auflockerung wurden mit Expertinnen und Experten auch praxisnahe körperliche Übungen (Sturzprophylaxe, …) oder Gedächtnistraining angeboten.
Die Senioren-Nachmittage waren ein voller Erfolg und wurden über die Medien und die Seniorenplattform (www.seniorenplattform-pinzgau.at) kommuniziert.

Apropos Demenz
Als großer Schwerpunkt im Projekt galt das Thema der Demenz. So fanden zum Beispiel in Schüttdorf monatlich Demenzcafés statt, mit mobilen Demenzcafés konnten die Projektverantwortlichen die Gemeinden Bramberg, Uttendorf, Mittersill, Kaprun, Rauris, Stuhlfelden und Hollersbach besuchen. Diese Cafés wurden von Betroffenen, aber vor allem von pflegenden Angehörigen genutzt, die sich bei den Anwesenden Rat und Erfahrung holten. Und nicht zuletzt stand hier der gemeinschaftliche Faktor im Vordergrund.
Im Bereich der EVA konnten im Zuge des Projektes die pflegenden Angehörigen von demenzbetroffenen Menschen unterstützt werden. Hier hat sich im Projekt gezeigt, dass die Entlastung der pflegenden Angehörigen immens wichtig ist und sehr geschätzt wird. Kleine Freiräume zu schaffen, hilft den Pflegenden die Betreuung langfristig zu übernehmen, ohne dass sie an ihren Aufgaben zerbrechen. Und sehr wichtig dabei ist, dass Fachpersonal in das Betreuungshaus kommt und für die Angehörigen zur Verfügung steht.

Für Firmen und Unternehmen wurden Kommunikationsschulungen angeboten, in denen der Umgang mit Demenzbetroffenen thematisiert wurde.

Gemeinden profitieren
Die Gemeinden profitierten im Rahmen des Projektes beispielsweise von den Begehungen der „Sozialen Initiative Salzburg“. Diese war in 20 Gemeinden der Leader-Region unterwegs. Dabei ging es darum, die Hürden, die ein hör-, seh- oder gehbehinderter Mensch täglich zu meistern hat, bewusst zu machen und nach Abhilfen zu suchen. Viele der Gemeinden waren im Vorfeld dieser Begehungen eher skeptisch, im Nachhinein aber von der Sinnhaftigkeit absolut überzeugt.

Generell war das Echo in den Gemeinden sehr positiv. Das Projekt konnte sich in drei Jahren in der Region gut etablieren – dafür war die Zusammenarbeit vieler Organisationen maßgeblich. Hunderte von älteren Menschen profitierten von dem Projekt. Die Themen der Pflege und Versorgung der älteren Generation werden uns noch lange beschäftigen – dabei war das Projekt VergissDEINnicht erst der Anfang. Deshalb wird das Projekt auch nach dem Ende der Leader-Förderungen in etwas reduzierter Form fortgesetzt.

Kontakt:
Dr. Anita Moser
Tel: 0662-872691-18
E-Mail: anita.moser@sbw.salzburg.at