Gemeinden blühen auf

Foto: Gemeindeentwicklung

Mit „Calendula“ Natur erleben

Seit 4 Jahren werden im Rahmen von „Calendula“ Initiativen in Gemeinden gefördert, die Begegnungen in und mit der Natur ermöglichen. Stellvertretend für viele interessante Aktivitäten werfen wir einen Blick nach Seeham, Lamprechtshausen und Kuchl.


Seeham: Blühende Vielfalt
Nach der naturnahen Begrünung öffentlicher Flächen im Gemeindegebiet standen in Seeham im heurigen Jahr zahlreiche Aktionen zur Bewusstseinsbildung und Sensibilierung für naturnahes Gestalten in Privatgärten auf dem Programm.
Organisiert vom Salzburger Bildungswerk Seeham und vom örtlichen Obst- und Gartenbauverein waren die Seehamerinnen und Seehamer aufgerufen, aus ihren Gärten Naturparadiese zu machen. Gartenberatungen durch Gärtnermeister Franz Hönegger mit Anregungen für einen Garten, in dem auch viele Tiere und Insekten ihre Heimat finden können, und ein Vortrag über die blühende Vielfalt in Gärten und auf Gemeindeflächen stießen ebenso auf großes Interesse wie der Workshop zum Bauen einer Trockensteinmauer. Auch hier galt ein besonderes Augenmerk den Zwischenräumen, in denen sich Nützlinge einnisten sollen. Und bei einer „Gartenroas“ durch die Schaugärten im Ort waren alle Interessierten schließlich zum Besichtigen der Gärten und zum Garten-Fachsimpeln eingeladen.

Lamprechtshausen: Bewusstseinsbildung
Auch in der Gemeinde Lamprechtshausen war die Expertise von Landschaftsgärtner Franz Hönegger gefragt – bei einem Vortrag über die Förderung der Artenvielfalt ebenso wie bei den persönlichen Gartenberatungen. Und im Rahmen eines eintägigen Workshops im Pfarrgarten wurden ein Trockenbiotop für Wildbienen, Eidechsen & Co. sowie eine dauerhafte Blumenwiese angelegt. Bei spätsommerlichen Temperaturen griffen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Gartenberatungen sowie weitere Interessierte zu Rechen und Schaufeln. So konnte im Pfarrgarten ein kleines Paradies geschaffen werden.

Kuchl: Kräuter im Fokus
In der Gemeinde Kuchl sind unter der fachmännischen Begleitung von Landschaftsgärtner Mag. Robert Siller bereits einige Aktivitäten gesetzt worden. Hier haben sich engagierte Frauen und Männer um naturnahe Blühflächen gekümmert, beim Haus der Senioren einen Gemüse- und Kräutergarten und im Callisthenics-Park einen Biodiversitätsstreifen mit Naschecke angelegt.
Beim Praxis-Workshop im Oktober ging es um das richtige Befüllen und Bepflanzen einer Kräuterschnecke. Die interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer packten bei mildem, aber sehr windigem Wetter fleißig mit an, und so bekam man am Schluss richtig Lust, mit den Kräutern die Gerichte in der Küche zu verfeinern. Die Blüten der Kräuter (großteils Lippen-, Dolden- und Korbblüter) sind auch ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung des Nahrungsangebots für Wildbienen & Co. im Garten.

Kontakt:
Dr. Anita Moser
Tel: 0662-872691-18
E-Mail: anita.moser@sbw.salzburg.at