Die Natur im eigenen Garten erleben

Grafik: Albert Gruber

Calendula-Projekt bietet Infos & Aktionen

Privatgärten in Naturparadiese verwandeln: Diesem Ziel hat sich das Projekt „Calendula – Natur verbindet“ verschrieben. Dafür werden in einer kompakten Broschüre Informationsveranstaltungen, Gartenbegehungen mit Experten und Workshops zu speziellen Themen angeboten.

Vor drei Jahren wurde von der Gemeindeentwicklung im Salzburger Bildungswerk das Projekt „Calendula – Menschen begegnen, Natur erleben“ gestartet. Anfänglich waren vor allem die Gemeinden aufgerufen, öffentliche Wegbegrenzungen, Verkehrsinseln und Grünflächen im Gemeindegebiet mit einheimischen Pflanzen naturnah zu begrünen. Gemeinschaftsgärten, Therapiegärten, Schulgärten und zahlreiche Aktionen zur Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung wurden angeboten.

Calendula – Natur verbindet
Beim Folgeprojekt „Calendula – Natur verbindet“ sind nun auch die Bürger und Bürgerinnen in den Gemeinden und Stadtteilen aufgerufen, ihre Gärten in Naturparadiese zu verwandeln. Dafür werden neben Informationsveranstaltungen und Gartenbegehungen mit Experten auch Workshops zu speziellen Themen angeboten. Interessierte erfahren, wie man den Boden vorbereitet, die Samen richtig ausbringt und den Garten später pflegt und hegt. Abschließend lädt eine gemeinsame „Gartenroas“ durch die Schaugärten zum Zusammenkommen, Austauschen und Nachmachen ein!

Herausforderung Klimawandel
Mit diesem Projekt werden einfache, intelligente Wege zur Anpassung der Gärten und Grünräume an den Klimawandel aufgezeigt. Allen voran steht viel Grün für mehr Verdunstung: Wasser im Garten zurückhalten, Kreisläufe schließen. Man erfährt Wissenswertes über unser Mikroklima und wie man es positiv beeinflussen kann. Das Paket bietet viele Anregungen rund um das vorausschauende Planen und ökologische Gestalten der Gärten und Grünräume in den Gemeinden.

Das Ziel: natürliche Lebensräume für Tiere
Die natürlichen Lebensräume für Wildpflanzen schrumpfen, das Insektensterben ist drastisch. „Wer daran etwas ändern will, legt am besten einen naturnahen Garten an“, ist Projektleiterin Dr. Anita Moser überzeugt. Ein naturnaher Garten ist aber nicht nur nachhaltig, sondern auch einzigartig und schön! Ein naturnaher Garten nimmt sich die Natur zum Vorbild. Was in der Natur stattfindet, darf auch im Garten seinen Platz haben, wie zum Beispiel das Verblühen und Samenbilden oder die Umwandlung von abgestorbenen Pflanzenteilen zu nährstoffreichem Kompost und Humus. Im naturnahen Garten finden sich Formen und Strukturen, wie sie die Natur kreiert: Der Rasen ist wild und vielfältig mit unterschiedlichen Blumen und Gräsern gewachsen. Wasserflächen kommen vor und sind unregelmäßig geformt und natürlich bepflanzt.
Wer mit offenen Augen durch die Natur geht, wird viele Beispiele finden, wo die Natur so gewachsen ist, wie es der kreativste Architekt für den naturnahen Garten nicht besser hätte planen können. Natürlich gibt es einen Grund, den Garten „naturnah“ zu nennen, denn ganz lässt sich auf menschengeschaffene Gewerke in der Realität kaum verzichten. Dazu Anita Moser: „Aber man sollte die Alternativen bedenken: Eine benötigte Treppe wirkt eben natürlicher, wenn sie aus Holz oder grob gehauenen Steinen anstatt aus akkurat gebildeten Betonelementen besteht“. Genauso verhält es sich mit der Begrenzung des Grundstücks: Eine natürliche Hecke benötigt auch die menschliche Pflege, aber sie ist natürlicher und vielfach schöner als der Maschendrahtzaun.

Download:
Programmheft Calendula – Natur verbindet

Kontakt:
Dr. Anita Moser
Tel: 0662-872691-18
E-Mail: anita.moser@sbw.salzburg.at