Alt werden in Parsch

Foto: Martha Korntner

Jahresschwerpunkt abgeschlossen

Alt werden hat viele Facetten. Der Stadtteilverein in Parsch nahm im Rahmen seines Jahresschwerpunktes „Alt werden in Parsch“ einige dieser Facetten genauer unter die Lupe. Ein umfangreiches Programm wurde geboten und mit einem besonderen Fest abgeschlossen.

Tag und Nacht: Soll ich, kann ich, muss ich pflegen?, Abschied und Erinnerung, Spiritualität im Alter und bei Krankheit, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Biographiearbeit, Barrierefrei und behindertengerecht, Sicher in den besten Jahren: Ein interessierter Blick in das Jahresprogramm zeigt eine Fülle an Themen, die besonders im Alter von Relevanz werden.
„Ältere und auch pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige haben im Alltag oftmals viele Hürden und Schwierigkeiten zu überwinden – für mögliche Problemlösungen braucht es Information darüber, wo und wie sie Antworten auf ihre Fragen und Unterstützung bei ihren Anliegen erhalten“, meint Magdalena Rücker, die Leiterin des Arbeitskreises „Soziales“. Darüber hinaus sollte mit dem Jahresschwerpunkt aber auch auf die Chancen des Alterns hingewiesen werden: Wesentliches erkennen, Innenschau und Weisheit anstreben – Überlegungen, für die „die Jungen“ im rasenden Alltag oft keine Zeit finden. „So kann es idealerweise zu einem gegenseitigen Geben und Nehmen zwischen den Generationen kommen“, ist Dr. Anita Moser von der Gemeindeentwicklung im Salzburger Bildungswerk überzeugt. Nicht zu vergessen ist die Kraft des Humors, auf die man in keiner Lebensphase verzichten sollte!

Die Kraft des Humors & Modenschau
Der Humor stand auch im Mittelpunkt der Abschlussveranstaltung im Bildungszentrum Borromäum, bei der zufrieden Bilanz gezogen werden konnte. Mag. (FH) Werner Gruber, seines Zeichens Humorbotschafter, Spiel- und Theaterpädagoge, im Brotberuf als psychosozialer Betreuer in einem Hospiz tätig, hatte für die zahlreich erschienenen Besucherinnen und Besucher eine besondere Botschaft und wertvolle Tipps für gute und weniger gute Tage parat: „Studien haben gezeigt, dass Menschen mit Humor intelligenter sind. Deshalb nehmt das Leben nicht so ernst, man kommt sowieso nicht lebend davon. Lachen Sie miteinander statt übereinander! Verlassen Sie ruhig mal Ihre Komfortzone, denn für Unsinn ist man nie zu alt! Eines ist sicher: Mit Lachen bekommen unsere Probleme ein Problem!“

Wie sehen Kinder das Alter bzw. das Altern? Diese Frage wurde im Rahmen einer Ausstellung beantwortet, die bei der Abschlussveranstaltung zu bewundern war. Bewundert werden konnte auch die Kreativität und Musikalität der Kinder, die diese Veranstaltung damit zu einem besonderen Fest machten.
Apropos besonders: Abgeschlossen wurde die Veranstaltung mit einer besonderen Modenschau – professionell vorgeführt von Parscherinnen, die sich ihre schicken, modischen oder eleganten Outfits selbst bei der Firma Adler ausgewählt hatten.

Parsch ist Generationenstadtteil
Im Jahr 2004 wurde der überparteiliche und überkonfessionelle Stadtteilverein Parsch gegründet. Ziel des Vereins ist es, die Anliegen, Wünsche und Anregungen der Parscherinnen und Parscher anzuhören, zu sammeln und möglichst einer Lösung zuzuführen sowie das Miteinander und Füreinander im Stadtteil zu fördern. Dies geschieht vor allem im Rahmen des „Generationendorfprojektes”, einem Projekt der Gemeindeentwicklung im Salzburger Bildungswerk, dem sich der Verein 2006 angeschlossen hat.
Anhand von vielen kleineren und größeren Projekten wird versucht, im Stadtteil Brücken zu bauen – zwischen Generationen, Gruppen, Institutionen und Menschen mit unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten. Die Basis des Projektes ist die Ehrenamtlichkeit, die damit auch verstärkt werden soll.

Infos: www.salzburg-parsch.at

Kontakt:
Dr. Anita Moser
Tel: 0662-872691-18
E-Mail: anita.moser@sbw.salzburg.at