Grenzenloses Kochen in Parsch

Foto: Gemeindeentwicklung Salzburg

Projekt fördert Integration

Integration im Stadtteil auf verschiedenen Ebenen ermöglichen: In Parsch gibt es dazu viele verschiedene Initiativen. Eine davon ist „Grenzenlos kochen“ – ein nachhaltiges und erfolgreiches Angebot des Stadtteilvereins.

Magdalena Rücker, die Leiterin des Arbeitskreises Soziales vom Stadtteilverein Parsch, konnte vor kurzem bereits zum 16. Mal zum „kreativen Chaos“ im Pfarrsaal begrüßen. Rücker: „Gemeinsam kochen, essen und trinken – das liegt so tief im Menschen wie Feuer machen, säen und ernten. Es bedeutet Freundschaft, Gastfreundschaft und Frieden.“ Die Arbeitskreisleiterin organisiert mit ihrem Team einmal im Jahr die Initiative „Grenzenlos kochen“, jeweils „garniert“ mit einem kulturellen Einstieg – dieses Mal mit vier Mundharmonikaspielerinnen aus Parsch und humorvollen Geschichten.

Während die Gäste amüsiert den Darbietungen folgten, bereiteten Köchinnen und Köche typische Speisen aus ihrer Heimat zu. So rührten, buken und kochten sie unter anderem Bärlauchknödel, Szegediner Gulasch, bosnische, syrische und guatemaltekische Köstlichkeiten sowie Scheiterhaufen und Palatschinken.
Johanna Oberbauer ist seit vielen Jahren dabei: „Ich bin sehr gerne hier. Die Stimmung ist hervorragend, die Vielfalt der Speisen großartig, und ich komme mit vielen Leuten ins Gespräch.“ Sogar Landesrätin Andrea Klambauer war unter den Gästen und war vom niederschwelligen Zugang der Initiative und dem herzlichen Miteinander sehr angetan.

Martha Korntner ist stellvertretene Obfrau des Stadtteilvereines. Ihr Resümee: „Diese Veranstaltung ist uns sehr wichtig, weil es gelebte Integration ist und eine gelungene Mischung aus gemeinsamem Kochen, miteinander Essen und Plaudern ist. Hier treffen sich Leute, die sich sonst wahrscheinlich nicht kennenlernen würden.“

Parsch ist Generationenstadtteil
Im Jahr 2004 wurde der überparteiliche und überkonfessionelle Stadtteilverein Parsch gegründet. Ziel des Vereins ist es, die Anliegen, Wünsche und Anregungen der Parscherinnen und Parscher anzuhören, zu sammeln und möglichst einer Lösung zuzuführen sowie das Miteinander und Füreinander im Stadtteil zu fördern. Dies geschieht vor allem im Rahmen des „Generationendorfprojektes”, einem Programm der Gemeindeentwicklung Salzburg, dem sich der Verein 2006 angeschlossen hat. Anhand von vielen kleineren und größeren Projekten wird versucht, im Stadtteil Brücken zu bauen – zwischen Generationen, Gruppen, Institutionen und Menschen mit unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten.

Kontakt:
Dr. Anita Moser
Tel: 0662-872691-18
E-Mail: anita.moser@sbw.salzburg.at

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