Eine Holzkuppel sorgt für Diskussion

Foto: publicsphere

„Querbeet“ lädt zum offenen Dialog

Die EU und die Kulturvielfalt in der Region: Darüber wurde im Rahmen von „Querbeet“ in Dorfgastein, Bischofshofen und Radstadt unter einer speziellen Holzkuppel diskutiert.

Die Zukunft Europas, die Zukunft der Regionen und der Gemeinden: Darüber lässt sich trefflich reden, diskutieren und nachdenken. Gemeinsam mit dem Verein „European Public Sphere“ wählten die Projektverantwortlichen von „Querbeet“ im Pongau dafür einen etwas anderen Zugang: Eine nach allen Seiten hin offene Holzkuppel lud in Dorfgastein, Bischofshofen und Radstadt alle Interessierten, alle Vorbeikommenden ein, die Kuppel zu betreten, mitzureden, zuzuhören. Und die Kuppel konnte jederzeit wieder verlassen werden.

„Mit den Kuppelgesprächen möchten wir dem Rückzug ins Private entgegenwirken, einen öffentlichen, kontroversen Diskurs ermöglichen und Menschen durch das gemeinsame Gespräch wieder zusammenbringen“, bringt Querbeet-Projektleiterin Andrea Folie die Zielsetzung auf den Punkt.
Über Europa und die zukünftige Entwicklung im ländlichen Raum wurde rege diskutiert. Spannungsfelder ergaben sich im Bereich Migration, Klima, Ausbildung und Infrastruktur. Themen, die als gemeinsame, große Aufgabenfelder gesehen werden. So komplex Europa für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort erscheint, so nahe kommt die Einheit bei den gemeinsamen Vorhaben wie die Bewältigung der Klima- und Migrationskrise.

Kreativer Gedankenreichtum
Fazit der Kuppelgespräche: Für die Gestaltung einer gemeinsamen Vision ist jeder Mensch, jede Meinung wichtig. Die Gespräche unter der Kuppel erforschten diesen vielfältigen und kreativen Gedankenreichtum. Sie ermöglichten die Erfahrung gemeinsamer politischer Willensbildung im Hören und gehört Werden.
Und manch einer konnte animiert werden, am 26. Mai 2019 wählen zu gehen.

Apropos „Querbeet“
„Querbeet“ ist ein Kooperationsprojekt zwischen Leader Pongau, Land Salzburg, Salzburger Bildungswerk, Katholisches Bildungswerk, Gemeindeentwicklung Salzburg und Ikult. Der Fokus liegt in der Kultur- und Bildungsvermittlung. Ziel ist es, das Thema der interkulturellen Bildung beziehungsweise den Umgang mit der lokalen Kulturvielfalt in den Gemeinden aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und entsprechende Sensibilisierungsmaßnahmen zu setzen. Darüber hinaus soll der Zusammenschluss von Netzwerken im Bereich Bildung, Kunst und Kultur auf regionaler und überregionaler Ebene gefördert werden.

Kontakt:
Mag. Andrea Folie, Projektleiterin, Tel: 0662-872691-24, E-Mail: andrea.folie@sbw.salzburg.at
Maria Fankhauser, Projektkoordinatorin, Tel: 0660-3406412, E-Mail: maria.fankhauser@sbw.salzburg.at