Alt werden in Parsch

Parsch BahnhofGrafik: Albert Gruber

Jahresschwerpunkt stellt Aspekte des Alterns in den Mittelpunkt

In Würde altern: Dieser berechtigte Wunsch wirft viele Fragen auf. Im Generationenstadtteil Parsch widmet man sich diesen Fragen in einem eigenen Jahresschwerpunkt. Die Gemeindeentwicklung Salzburg unterstützt dabei.

Tag und Nacht: Soll ich, kann ich, muss ich pflegen? Die mitunter belastende und kräftezehrende Situation pflegender Angehöriger stand im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung zum diesjährigen Jahresschwerpunkt. Angst vor dem „moralischen Zeigefinger“, einfach nicht NEIN sagen können, ein schlechtes Gewissen oder ein falsch verstandenes Pflichtgefühl treiben viele Angehörige in eine Rolle, der sie nicht gewachsen sind. Ein brandaktuelles Thema, das angesichts der steigenden Lebenserwartung an Brisanz zunehmen wird.

Jahresschwerpunkt „Alt werden in Parsch“
Ältere und auch pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige haben im Alltag oftmals viele Hürden und Schwierigkeiten zu überwinden. Für mögliche Problemlösungen bedarf es der Information darüber, wo und wie sie Antworten auf ihre Fragen und Unterstützung bei ihren Anliegen erhalten. Der Arbeitskreis Soziales des Generationenstadtteilvereines Parsch stellt mit seinem diesjährigen Schwerpunkt „Alt werden in Parsch“ diese Fragen in den Mittelpunkt der Information und Diskussion.
Im Rahmen des Schwerpunktes soll auch auf die Chancen des Alters hingewiesen werden: Wesentliches erkennen, Innenschau und Weisheit anstreben – Überlegungen, für die „die Jungen“ im rasenden Alltag oft keine Zeit finden. „So kann es idealerweise zu einem gegenseitigen Geben und Nehmen zwischen den Generationen kommen“, ist Dr. Anita Moser von der Gemeindeentwicklung Salzburg überzeugt. Nicht zu vergessen ist die Kraft des Humors, auf die man in keiner Lebensphase verzichten sollte!

Von rechtlichen Fragen bis zur Spiritualität im Alter
Ein Blick ins Jahresprogramm zeigt: Die Angebotspalette ist vielfältig und interessant. Einmal im Monat trifft sich unter dem Motto „Abschied und Erinnerung“ eine Gruppe Betroffener bzw. Gleichgesinnter, um im geschützten Rahmen über schmerzliche Verluste zu sprechen. Barrierefreiheit und behindertengerechter Alltag sowie die Unterstützung in allen Lebenslagen stehen im Mittelpunkt von Informationsveranstaltungen mit der Behindertenbeauftragten der Stadt Salzburg bzw. mit dem Roten Kreuz und einer Mitarbeiterin des Seniorenamtes. Über Spiritualität im Alter und bei Krankheit wird ebenso gesprochen wie über Biographiearbeit, die einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Identität bei Demenzkranken und als Basis für Pflegende leisten kann.
Darüber hinaus sind rechtliche Fragen und Fragen zur Sicherheit im Programm ebenso zu finden wie das Angebot einer „Stilberatung im Herbst des Lebens“. Abgeschlossen wird der Jahresschwerpunkt am 15. November 2019 mit einer Modenschau für Seniorinnen und Senioren sowie einem unterhaltsamen Beitrag unter der Devise „Die Kraft des Humors“.

Das detaillierte Programm erfahren Sie hier.

Kontakt:
Dr. Anita Moser
Tel: 0662-872691-18
E-Mail: anita.moser@sbw.salzburg.at