Zuhause

Zuhause Modul 2, MattseeAlbert Lindner erklärt, worauf man bei einer barrierenfreien Wohnung achten muss.

Lehrgang liefert Basiswissen zur freiwilligen Wohnraumberatung

Daheim bleiben in den eigenen, vertrauten vier Wänden: Das ist der Wunsch der meisten älteren Menschen in Österreich. Doch mit dem Alter verändert sich auch der Körper – Treppen steigen, duschen und vieles mehr kann nach und nach zum Problem werden. Wie man es schaffen kann, dass ältere Menschen so lange wie möglich zuhause bleiben können, zeigt derzeit der Lehrgang „Freiwillige Wohnraumberatung“, der in Lamprechtshausen stattfindet. Die Gemeindeentwicklung Salzburg bietet diesen erstmalig an, das Interesse ist groß.

Altersbedingten Bedürfnissen nachkommen
„Rund 90 Prozent aller Österreicherinnen und Österreicher leben jenseits des 60. Lebensjahrs in ihrer gewohnten Umgebung“, berichtet Dr. Anita Moser von der Gemeindeentwicklung, „um das Wohnen aber mit den Jahren weiterhin altersgerecht zu halten, sind mitunter einige Umbaumaßnahmen in Haus oder Wohnung erforderlich.“

Genau hier setzen die freiwilligen Wohnraumberaterinnen und -berater, die im Rahmen dieses Lehrgangs geschult werden, an: Mit einem breiten Know-How beraten sie in den Salzburger Gemeinden, wie sich die eigenen vier Wände ideal für die eigenen altersbedingten Bedürfnisse einrichten lassen. Anita Moser: „Es ist klug, schon vorsorglich an Alternativen zu Treppen und Schwellen sowie an praktikable Badezimmer- und Küchengrößen zu denken – beispielsweise, wenn eine Gehhilfe oder ein Rollstuhl benötigt wird.“

Technische und finanzielle Fragen
Christine Mörth ist eine der 24 Teilnehmenden am Lehrgang. Als Sozialbeauftragte der Gemeinde Mattsee betreut sie viele Menschen zuhause und unterstützt pflegende Angehörige. „Ältere Menschen möchten natürlich so lange wie möglich selbstständig sein – und weiterhin zuhause leben“, so Mörth, „entsprechend ist es für meine Arbeit sehr wichtig, zu wissen, wie man ihnen dabei am besten helfen kann.“

Was sind die österreichischen Normen, welche Möglichkeiten und Förderungen gibt es? Fragen wie diese haben Mörth dazu bewegt, am Lehrgang teilzunehmen. „Sowohl die technischen, als auch die finanziellen Aspekte sind natürlich sehr wichtig. Ich möchte ältere Menschen umfassend beraten können.“ Vom Lehrgang zeigt sich Mörth begeistert: „Wir haben uns in einen Rollstuhl gesetzt und sichtverklärende Brillen aufgesetzt bekommen – das sensibilisiert darauf, wie es sich anfühlt, älter zu sein.“

Schritt für Schritt zum Zertifikat
Der Lehrgang „Freiwillige Wohnraumberatung“ ist in acht Bausteine aufgeteilt, in denen unter anderem die Bewusstseinsbildung für die Bedürfnisse beeinträchtigter und älterer Menschen, technische Hilfen, Finanzierungsformen und Beratungsgespräche Thema sind. In vier Modulen wird von März bis Juni alles Wissenswerte von kompetenten Referentinnen und Referenten vermittelt.
Es handelt sich um eine Gemeinschaftskooperation der Gemeindeentwicklung im Salzburger Bildungswerk mit der Caritas, dem ÖZIV Landesverband Salzburg, der Salzburg Research Forschungsgesellschaft, der Sozialen Initiative Salzburg und dem Land Salzburg.

Zuhause: Lehrgang „Freiwillige Wohnraumberatung“

Kontakt:
Dr. Anita Moser
Tel: 0662-872691-18
E-Mail: anita.moser@sbw.salzburg.at