QUERBEET goes school

Anne Frank AusstellungFoto: Andrea Folie

Anne Franks Lebensgeschichte entdecken

Von der Geschichte lernen: Unter dieser Devise haben sich im heurigen Frühjahr 1.500 Schülerinnen und Schüler im Pinzgau im Rahmen einer Ausstellung und begleitenden Diskussionen mit dem Leben von Anne Frank auseinandergesetzt.

Sie musste fliehen und sich verstecken, wurde letzten Endes doch von den Nationalsozialisten gefunden und im Alter von nur 15 Jahren ermordet: Anne Franks Geschichte, die sie in einem Tagebuch festgehalten hat, geht auch heutzutage noch unter die Haut. Ihr Leben stand im Mittelpunkt der Ausstellung „Lasst mich ich selbst sein“, die fünf Monate lang in mehreren Schulen in Saalfelden und Lofer Station machte.

Interkulturelle Bildung für und mit Jugendlichen
Initiiert vom Projekt „Querbeet“ wurde damit speziell jungen Menschen die Möglichkeit der interkulturellen (Weiter-)Bildung geboten. Die Jugendlichen nahmen dabei die Sache selbst in die Hand: In Kooperation mit dem Anne Frank Verein Österreich haben 28 Schülerinnen und Schüler im Vorfeld an einem Ausstellungsseminar teilgenommen und wurden dabei zu sogenannten Ausstellungs-Guides ausgebildet. Ihre Aufgabe war es dann, über die Geschichte der Anne Frank zu informieren und eigene Erfahrungen und Ideen in ihre Erzählungen miteinfließen zu lassen.

„Es ging darum, die jungen Menschen konkret zu erreichen“, erklärt Projektleiterin Mag. Andrea Folie. In Sachen interkulturelle Bildung sei es von großer Bedeutung, in die Vergangenheit zu blicken, „so lässt sich Wissen über Rassismus und Extremismus auf eine Weise vermitteln, die man wirklich begreifen und verstehen kann – und die nachhaltiges Bewusstsein schafft.“

Auch Öffentlichkeit miteingebunden
Den Höhepunkt der Wanderausstellung stellten die zwei offenen Ausstellungstermine im Theater Lofer und im Kunsthaus Nexus in Saalfelden dar. Begleitend dazu gab es in Lofer Gespräche mit Aaron Peterer vom Anne Frank Verein Österreich und Nedžad Moćevic, dem Autor des Buches „Radikal gegen Extremismus – Einblicke in die muslimische Jugendarbeit“. Und in Saalfelden war der Zeitzeuge Roderich Philippi geladen, der von seiner Flucht von Rumänien über Wien in den Pinzgau berichtete.

Das bleibt!
Was ist geblieben? Viele Gespräche und Diskussionen mit den Jugendlichen und Erwachsenen über Rassismus, Vorurteile und dem menschlichen Handeln früher und jetzt. Abschließend hat ein Zeitzeuge noch König Salomons Worte auf den Weg mitgegeben: „Habt ein hörendes Herz“.

Kontakt:
Mag. Andrea Folie
Tel: 0662-872691-25
E-Mail: andrea.folie@sbw.salzburg.at