Munderfing

Munderfing WindparkFoto: Gemeinde Munderfing

Gemeinde des Monats

Österreichweit gibt es 11 „Zukunftsorte“ – einer davon ist die oberösterreichische Gemeinde Munderfing. Wir werfen einen interessierten Blick über die Salzburger Grenzen …

Seit 2012 ist Munderfing Mitglied im Verein „Zukunftsorte“. Der Vereinszweck ist die gemeinsame Vision, die Zukunft des ländlichen Raumes zu denken, zu entwickeln und zu gestalten. Ausgangspunkt für den Aufbau der Zukunftsorte-Plattform war folgende Frage: Was können wir gemeinsam besser als jeder Zukunftsort für sich?
Die Antworten darauf sind vielseitig und führen zum übergeordneten Ziel des Vereins, das zugleich übergeordnetes Ziel jedes einzelnen Zukunftsortes ist: Hohe Lebensqualität für die Gemeindebürgerinnen und -bürger.

Der am Rande des Kobernaußerwaldes gelegene Ort mit seinen rund 3000 Einwohnerinnen und Einwohnern zeigt vor allem in den Bereichen Energie, Beschäftigungsstrategien und Bildung Innovationskraft.
Ein Blick auf die Homepage der Gemeinde Munderfing lohnt sich!

Nachhaltig und sanft mobil
2017 wurde die Gemeinde mit dem Oberösterreichischen Landespreis für Umwelt und Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Seit Jahren setzen die Verantwortlichen in Munderfing auf die Erzeugung von erneuerbarer Energie. Die Windkraft wird seit 2014 genutzt: Im Windpark sind fünf Anlagen in Betrieb. Sie erzeugen Strom für nahezu 10.000 Haushalte, das sind ca. 1/3 der Haushalte des Bezirks Braunau. Dabei ganz wichtig: Die fünf Windräder sind (mindestens) 1650 Meter vom nächsten Wohngebiet entfernt. Beeinträchtigungen aufgrund von Schall und Schattenwurf werden damit ausgeschlossen.
Dazu Bürgermeister Martin Voggenberger: „Mit Hilfe des Energiekonzeptes konnte in Munderfing gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern schon viel Energie eingespart werden. Unser Augenmerk richtet sich aber auch auf erneuerbare Energien. Mit dem Windpark wollen wir den Weg in eine energieeffiziente Zukunft gehen. Denn Wind wird es immer geben, und dieser ist kostenlos“.

Und das Projekt „Sanfte Mobilität“ soll den motorisierten Individualverkehr reduzieren sowie das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung nachhaltig verändern. Seit mittlerweile 8 Jahren wird dafür kontinuierlich ein Maßnahmenmix aus Aktionen zur Bewusstseinsbildung und Bewegungsförderung umgesetzt sowie die Infrastruktur verbessert.

Breitbandausbau fördert Innovation
Seit August 2017 sind die Arbeiten zum flächendeckenden Glasfaserausbau im Gange. Die Gemeinde verfolgt damit das Ziel, dass jedes bewohnte Gebäude einen LWL-Anschluss zu einem günstigen Preis mit gleichzeitiger hoher Bandbreite erhält. Alle passiven Komponenten befinden sich im Eigentum der Gemeinde. 51 Kilometer beträgt die Länge der Trassen, die mit Leerrohren und Glasfasern verlegt werden müssen. Bis 2021 soll der Ausbau abgeschlossen sein.

Räume für Bildung
Jüngstes Beispiel: Ende April 2018 wird im örtlichen Bildungszentrum Bräu ein gemeindeeigener Seminarbetrieb eröffnet. 4 Personen sind im Bildungszentrum beschäftigt. Die neu geschaffenen Räumlichkeiten bieten Firmen und Vereinen aus der Region zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten. Mehrere kleine und große Seminarräume sind mit der neuesten Seminartechnik ausgestattet. Neben Besprechungen und Fortbildungen wurden damit auch Räumlichkeiten für größere Veranstaltungen geschaffen.

Weitere Infos unter www.munderfing.at und www.zukunftsorte.at