Insekten brauchen Hilfe!

Schmetterling in SonnenblumeFoto: Laurent Renault – Fotolia.com

Ein Wirtshausabend in Henndorf

Wenn die Bienen sterben, haben auch die Menschen nicht mehr lange zu leben – das hat angeblich schon Albert Einstein gesagt. Tatsächlich ist ein ökologischer Super-GAU durch Nahrungsmittelknappheit ein realistisches Szenario, wenn das Insektensterben weiter fortschreitet. Doch was kann man tun, um das zu verhindern? Und kann man als einzelnes Individuum überhaupt etwas tun? Ja, sagen Wolfgang Suske und Georg Derbuch überzeugt. Beim „ernsten, heiteren Wirtshausabend“ am Mittwoch, 25. April 2018 ab 19.30 Uhr in der Wallerseehalle in Henndorf liefern sie die Fakten. Der Eintritt ist kostenlos.

Biotop im eigenen Garten
Ihr Credo: Sowohl in der Landwirtschaft als auch im eigenen Garten soll Raum für Vielfalt und Biodiversität geschaffen werden – indem man eben nicht mäht. „Es ist heutzutage leider so, dass wir von diesen Räumen deutlich zu wenig haben – in unserer Landschaft wird alles gemäht und ‚sauber‘ gehalten“, erklärt Derbuch, „dadurch gehen wertvolle Räume für die Tier- und Pflanzenwelt verloren.“
„Ein bisschen was von der Natur im eigenen Garten stehen lassen ist ein sehr emotionales Thema, das die Leute bewegt“, meint Suske, „es wird darüber geredet, warum die oder der die Wiese stehen lässt und nicht abmäht.“ Gerade das Wirtshaus sei ein Ort, an dem Gerüchte verbreitet werden und Ängste entstehen, „also gehen wir genau dahin, um Fragen zu beantworten und zu informieren“.

Kabarett statt trockener Monolog
Auf die Wirtshausgäste warten nicht nur Informationen, sondern auch Geschichten, Bilder, Live-Interviews – und sogar eine kleine „Millionen-Show“. Statt auf ernste Vorträge setzen Suske und Derbuch auf Humor und Unterhaltung.

„Mir hat es sehr gut gefallen“, berichtet eine Zuschauerin eines bereits stattgefundenen Wirtshausabends, „ich habe mir einen eher trockenen Vortrag erwartet, stattdessen war es ein unterhaltsames Kabarett, das sehr interessante Themen transportiert hat“. Gerade das Fehlen eines erhobenen Zeigefingers sei angenehm gewesen.
Fragen wie „Bringt mein kleiner Garten etwas für die Insekten?“, „Was können wir in der Gemeinde für die Insekten tun?“ und „Schaut es tatsächlich so schlecht um die Insekten aus?“ werden an diesem Abend beantwortet. „Sie sollten unbedingt kommen“, empfiehlt Suske, „diesen Abend werden Sie so schnell nicht vergessen!“