Begegnungen im Garten

Foto: Gemeindeentwicklung Salzburg

Was haben Gärten mit sozialer Gemeindeentwicklung zu tun?

Die diesjährige Gartenbegegnung führte Gartenbegeisterte vor kurzem nach Kirchberg bei Mattighofen und nach Lohnsburg. Diese Exkursion fand im Rahmen des Projektes „Calendula“ statt.

Kirchberg: Heilkräuter und Arzneigarten nach Hildegard von Bingen
In Kirchberg bei Mattighofen erstreckt sich neben dem Hildegard-Naturhaus auf über 6.000 qm ein in Europa einzigartiger Schau-Kräutergarten. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Heilkräutern und dem Arzneigarten nach Hildegard von Bingen. Natürlich fließt auch Wasser, als Quelle des Lebens, durch diesen Garten. Wasserbiotop und Alpinum mit Trockenbiotop offenbaren Geheimnisse der Natur. Die hauseigene Mariengrotte als Teil des Marien-Wanderweges ist ein außergewöhnlicher Ort der Spiritualität und ein Kraftplatz der besonderen Art. Hier findet man die Möglichkeit zum stillen Gebet oder zu einer feierlichen Andacht. Das Hildegard Naturhaus bietet außerdem noch einen Kinderspielplatz, eine Kneippanlage, Grillplatz und Brotbackofen sowie einen gut sortierten Naturladen.

Lohnsburg: Alles Obst …
Der Obst-Erlebnisgarten in Lohnsburg bietet nicht nur Informationen zum Obstbau an, sondern lädt auch zum Rundgang durch die Natur ein. Er wurde vom örtlichen Obst- und Gartenbauverein ins Leben gerufen. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Experten entstand auf einer 1,8 ha großen Fläche eine Anlage, die zu einem sinnlichen Rundgang durch die Natur einlädt.

Es wurden zahlreiche Obstbäume gepflanzt, darunter auch seltene und bedrohte heimische Obstsorten. Neben der Bewusstseinsbildung für den Obstbau ist auch die Erhaltung der Artenvielfalt in Streuobstwiesen ein großes Ziel des Betreibers. Es wird aber auch auf die Thematik Schädlinge und Krankheiten im Obstbau eingegangen. Schautafeln und Modelle vermitteln wiederum Wissen über den Jahreskreislauf der Natur. Damit der Obstschaugarten wirklich zum Erlebnis wird, sind vor Ort auch ein Bienenschauhaus, ein Ziehbrunnen und ein Weidenhaus vorhanden. Für weitere Abwechslung sorgen das Biotop und der Erlebnisbach.

Apropos Calendula
Beim Gemeindeentwicklungs-Projekt „Calendula“ wird in und mit der Natur gearbeitet. So vielfältig, wie die Ringelblume – die Calendula – Wirkung zeigt, so bunt sind die Möglichkeiten der Begegnungen in der Natur. Mit den zahlreichen Angeboten wird der soziale Zusammenhalt der Bürgerinnen und Bürger gestärkt, und es werden neue Beteiligungsmöglichkeiten geschaffen. In mehreren Gemeinden werden im Rahmen des Projektes schon interessante Initiativen gesetzt.

Kontakt:
Dr. Anita Moser
Tel: 0662-872691-18
E-Mail: anita.moser@sbw.salzburg.at