3 Jahre QUERBEET

QuerbeetFoto: Alvees Rasool

Das bleibt vom Bildungsprojekt im Pinzgauer Saalachtal

7 Gemeinden im Pinzgauer Saalachtal beteiligten sich in den vergangenen 3 Jahren an der regionalen Zukunftsinitiative „Ankommenstour Querbeet“. Beim „Querbeettag“ in Saalfelden wurde nun eine beeindruckende Bilanz gezogen.

Bildung und Kultur sind die zentralen Eckpfeiler für das Gemeinwohl und eine Gesellschaft, die positiv mit den Bürgerinnen und Bürgern in die Zukunft blickt. Bildung und Kultur geben den Menschen attraktive Zukunftschancen und schaffen dadurch Innovationen. Bildung und Kultur gehen auf vorhandene Kompetenzen ein und binden die Menschen ein, dessen Kraft wiederum in örtliche Potentiale eingegliedert werden können. Ein Kreislauf, der die Regionen stärkt und in eine vielfältige Zukunft blicken lässt.

 Aber was bleibt davon, wenn Menschen für Themen wie die Kulturvielfalt sensibilisiert werden und sich diese nicht in reinen Daten und Fakten messen lassen? Was bleibt von einem Projekt, das kein Haus, keine Straße oder Laterne erbaut hat? Was bleibt von einer Idee, die wirtschaftlich nicht attraktiv genug ist?

Mag. Diana Schmiderer, LEADER-Managerin im Saalachtal, hat sich beim 3. Pinzgauer Querbeettag in Saalfelden diese Frage gestellt. 80 Menschen aus Politik, Verwaltung, Ehrenamt, Vereinsmitglieder, Interessierte, Schülerinnen und Schüler haben an diesem Abend das Projekt QUERBEET gefeiert und den Antworten gelauscht.

3000 Beteiligte, 40 Projekte & mehr
Was bleibt, sind drei Jahre intensive Arbeit, über 3.000 Beteiligte, ca. 40 Projekte, über zehn Austausch- und Vernetzungstreffen, drei Schulkonzepte und damit über 1.500 erreichte Jugendliche, vier internationale Querbeet-Präsentationen und vier Auszeichnungen. All dies steht nun da … für eine offene, aufstrebende und aussichtsreiche Region, für ein erfolgreiches Salzburger Bildungswerk mit der Gemeindeentwicklung, für Menschen, die den Wert von vielfältigen Lebensweisen erkannt haben, und für Wissen, das die Bürgerinnen und Bürger für sich mitnehmen. All dies sind Bauwerke, Straßen und Laternen, die von Menschen getragen werden und eine Region zukunftsfähig und wirtschaftlich attraktiv machen. Das Pinzgauer Saalachtal kann darauf aufbauen.

Auch internationales Interesse geweckt
QUERBEET wurde durch die Auszeichnung vom Zukunftslabor Salzburg 2015 angeschoben, vom Salzburger Bildungswerk als wertvoll erkannt und aufgegriffen und von Leader Saalachtal und Land Salzburg intensiv unterstützt.

All dieses Wissen und der unglaubliche Erfahrungsschatz der Region wurden in den vergangenen Jahren in fünf Ländern – Polen, Deutschland, Griechenland, Frankreich, Bosnien & Herzegowina – vorgestellt und nach außen getragen.

Ausgezeichnet!
Nun hat sich das Projekt QUERBEET positioniert, es hat gezeigt, dass Regionalentwicklung mehr als Tourismus- und Landwirtschaftsförderung bedeutet, und es darf von dem Beet, das gesät und beackert wurde, auch ernten.
2017: Nominiert für den ARGE ALP Preis
2018: Siegerprojekt beim Wettbewerb „Wertschöpfung am Land“ vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus in der Kategorie „Gesellschaft Gemeinwohl“
2018: Landespreis für kulturelle Bildung

Die Auszeichnungen bedeuten uns sehr viel. Sie motivieren, inspirieren und unterstützen uns in unserem weiteren gemeinsamen Denken und Tun. Allen voran freut es uns, dass ein langer Atem und Durchhaltekraft seine Wirkung zeigen. Denn es sind die kleinen Schritte, die die Menschen zueinander oder gegeneinander aufbringen. Die Preise beziehen Stellung dazu.

 … und was kommt jetzt?
Ab 2019 darf das Team weitere zwei Jahre, gemeinsam mit dem Katholischen Bildungswerk, in der Region Pongau arbeiten. Neue Herausforderungen, neue Themen und viele Potentiale und Ideen warten auf uns. Wir freuen uns darauf!

Kontakt:
Mag. Andrea Folie
Tel: 0662-872691-23
E-Mail: andrea.folie@sbw.salzburg.at

Querbeet
Foto: Alvees Rasool