Gemeinden werden erforscht

Zusammenarbeit mit AG Sozialgeographie an der Uni Salzburg

Veränderungen der Aufgaben der Gemeinden werden erforscht

Die Gemeinden haben in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr Aufgaben zu bewältigen. Mit der demografischen Entwicklung und der damit verbundenen Änderung der gesellschaftspolitischen Ansprüche und Erfordernisse der Menschen haben sich die Aufgabengebiete der Gemeinden stark vergrößert. Zusätzlich müssen die Gemeinden zu den notwendigen Verwaltungsaufgaben immer mehr Ressourcen für die Bewältigung der Aufgaben für ein bedarfsgerechtes und sozial ausgewogenes Miteinander in der Gemeinde aufbringen. So sind unter anderem die Öffnungszeiten in den Kindergärten auszuweiten, die Infrastruktur zu verbessern, ein reichhaltiges Freizeitprogramm zu ermöglichen, Arbeitsplätze zu sichern, Wohnraum zu schaffen und den öffentlichen Verkehr auszubauen. Auch sind die Bemühungen von Gemeinden und Stadtteilen größerer Städte um eine ausgewogene Nahversorgung in vielen Bereichen deutlich erkennbar. Denn: Was bedeutet es für das Zusammenleben, ein Lebensmittelgeschäft in der Nähe zu haben? Welche Erleichterung bringt es mit sich, wenn der Arzt, die Poststelle oder der Bäcker in näherer Umgebung liegen? Was heißt es für die Lebensqualität und für den sozialen Zusammenhalt, wenn diese Treffpunkte verloren gehen?

 

Die Veränderungen der Aufgabenbereiche der Gemeinden, deren Auswirkungen und die Gründe sind Themen der Zusammenarbeit der Gemeindeentwicklung Salzburg mit der Arbeitsgruppe Sozialgeographie an der Universität Salzburg. Zum Jahresthema 2013 der Gemeindeentwicklung "Die Gemeinde als Nahversorgerin – Arbeiten für mehr Lebensqualität für Bürgerinnen und Bürger" werden die Themen gemeinsam erarbeitet und präsentiert. Dazu werden 19 Bakkalaureats-Studierende am Institut für Geographie zehn Bürgermeister befragen und die unterschiedliche Entwicklung in den Salzburger Bezirken erarbeiten. Landesweite Datenanalysen werden die Aussagen aus den Interviews ergänzen. Prof. Dr. Andreas Koch und sein Team werden die Ergebnisse interpretieren. Präsentiert und diskutiert werden die Ergebnisse am 3. Oktober 2013 in Elixhausen bei einer Gemeindeentwicklungskonferenz.

 

Informationen zur Arbeitsgruppe gibt es unter www.socialgeography.at.

 

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