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Vor zehn Jahren wurden die Gemeinden Eben, Dorfgastein, Grödig, Hüttau und Ramingstein in die Gemeindeentwicklungs-Aktion des Landes aufgenommen – 2008 sind sie aus dem Förderprogramm ausgeschieden. Aus diesem Anlass lud die für die Gemeindeentwicklung Salzburg ressortzuständige Landesrätin Doraja Eberle vor kurzem die Bürgermeister der Gemeinden zu einem „Bilanz-Gespräch“ ein.
„Ich verbinde damit meinen Dank für zehn Jahre äußerst engagierte Arbeit und bin überzeugt, dass durch die initiierten Projekte die Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger wesentlich verbessert werden konnte“, betonte Doraja Eberle. „Die Aktivitäten der Gemeinden zeigen, dass die Gelder des Landes gut eingesetzt sind“, betonte Doraja Eberle bei dem Treffen. Die Unterstützung von außen könne jedoch nur greifen, wenn sich Menschen an Ort und Stelle engagieren. Zu dem Treffen waren auch die Bürgermeister und Stadtteil-Vertreter jener Gemeinden und Salzburger Stadtteile eingeladen, die 2008 neu ins Programm aufgenommen bzw. um weitere fünf Jahre verlängert wurden. Neu im Programm sind die Gemeinden Bramberg, Unken, Weißpriach sowie der Stadtteil Mülln. Göriach und Leogang starten in die zweite Gemeindeentwicklungs-Phase. Auch in Bischofshofen besteht großes Interesse, die Gemeindeentwicklung um weitere fünf Jahre zu verlängern. Die Bilanz der Gemeinden fällt positiv aus. Die Gemeinde Eben konnte in den vergangenen fünf Jahren eine Ortskernentwicklung mit Tiefgarage im Zentrum, Oberflächengestaltungen im Zentrum und ein Konzept zur Sanierung des Birkenmoors umsetzen. Dorfgastein war zehn Jahre im Programm und verwirklichte u.a. einen Natur-Themenweg und einen Folder zum Discobus. Besonders wertvoll waren die Planungen zur Erweiterung der Volksschule, Konzepte und Planungen zur Sanierung und Umnutzung des Mesnerhauses konnten leider nicht realisiert werden. Exkursionen zur Ortsgestaltung und eine Standortstudie für das Automobilmuseum runden die Aktivitäten ab. Ortsgestaltung und Verkehrsberuhigung waren die Schwerpunkte in der Gemeinde Grödig: Bestandsaufnahmen und eine Exkursion zur Ortsgestaltung, Entwürfe und Planungen sowie Konzepte zur Begegnungszone im Ortszentrum wurden mit Geldern der Gemeindeentwicklung umgesetzt. In Hüttau wurden während dieser Zeit ein Konzept und die Planung zum Umbau des Postwirts, eine geologische Untersuchung zum Kupferbergbau für die Stollenerweiterung sowie Planungen und Konzepte zur Ortsgestaltung unterstützt. Die Gemeinde Ramingstein war besonders aktiv und verwirklichte zahlreiche Projekte – vor allem im Kulturbereich: Silbermarkt, Wasserfest, ein Theaterstück und eine Ausstellung zum Thema „Papier für China“, ein Kulturkatalog wurde erstellt, und die Ausstellungen „Weibsbilder“, „Lebenszweige“ und über „Gräfin Szapary“ konnten sich über weit über die Gemeindegrenzen hinausgehendes Interesse freuen. Darüber hinaus war die Gemeinde eine der drei Pilotgemeinden beim Projekt Generationendorf. Neue Gemeinden bleiben bis 2012 im Programm Die neuen Gemeinden, die bis 2012 am Programm teilnehmen, haben sich ebenfalls viel vorgenommen: In Bramberg stehen Projektentwicklungen zum Museumsareal Bramberg, zur Bramberger Obstpresse und zur Genussregion Bramberger Obstsaft im Mittelpunkt. Unken arbeitet an der Revitalisierung des Kramerwirts, an einem Tourismuskonzept und einem Konzept für das Freizeitzentrum sowie an einem Veranstaltungsprogramm und Museumskonzept in der Festung Kniepass. Auch Aktivitäten zum Themenschwerpunkt „Miteinander der Generationen“ sind geplant. Die Gemeinde Weißpriach will ein Tourismuskonzept für den Faningberg erarbeiten und den Ausbau der Wanderwege unter dem Motto „Vom Schaf bis zum Walcher“ sowie die Erfassung der Klein- und Flurdenkmäler – Kulturkatalog Weißpriach vorantreiben. Darüber hinaus sind die Gründung eines Chores und Aktionen für die Jugend angedacht. Der Stadtteilverein Mülln plant die Entwicklung einer Verkehrsvision, einen Kinderspielplatz und Jugendarbeit, die Stärkung der örtlichen Wirtschaft sowie die Entwicklung sozialer Initiativen (Soziales Wohnen, Integration, Verbindung der Generationen).
Gemeindeentwicklung ist ein ständiger Prozess „Gemeindeentwicklung ist ein ständiger Prozess“, wies Doraja Eberle abschließend darauf hin, dass diese Aktion mit dem Ausscheiden aus dem Förderprogramm noch lange nicht abgeschlossen sein kann. „Die Bürgerinnen und Bürger der neu aufgenommenen Gemeinden lade ich dazu ein, Mit-Verantwortung zu übernehmen und sich für den eigenen Lebensbereich zu engagieren“.
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