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Seite 5 von 6 Die hohe Qualität der Einreichungen zeigt sich auch darin, dass die Jury drei 4. Preise verliehen hat. Tourismusverband Faistenau: Bauernherbstjubiläumsfest Gebrüder Gamsjäger, Mühlbach am Hochkönig: Fest verwurzelt Tourismusverband Bad Vigaun: Bauernherbstfest 4. Preis: Faistenauer Bauernherbstjubiläumsfest Tourismusverband Faistenau Das Bauernherbstjubiläumsfest in Faistenau stand unter dem Motto „Holz & Heu – Handwerk einst und jetzt“. Bereits auf den Zufahrtsstraßen wurde man durch stimmige, von den Bäuerinnen aus Heu und Stroh hergestellte Figuren und Dekorationen auf das Fest eingestimmt. Die Hissung der Bauernherbst-Fahne und der Anstich des eigens zu diesem Anlass gebrauten Faistenauer Bramsau-Bräu-Bauernherbstbieres bildeten am Vorabend den gelungenen Auftakt zum Fest. Das Fest selber bot ein attraktives Programm, bei dem niemand zu kurz kam. Kinder unterhielten sich – ganztägig betreut – beim Malwettbewerb, Luftballonsteigen, Basteln, Schminken, Geschicklichkeitsparcours, Eierlauf, Ponyreiten oder im Streichelzoo. Inzwischen konnten die Eltern in Ruhe einen Streifzug durch das Geschehen genießen.
Begeistert waren die Besucher vor allem vom „Tanz unter der Linde“ und von der Alttrachtenmodeschau, vorgeführt vom örtlichen Heimatverein. Eine lebendige traditionelle bäuerliche und dörfliche Kultur spiegelt sich auch in den bodenständigen kulinarischen Köstlichkeiten (wie zum Beispiel Gröstl, Bauernkrapfen, Wildspezialitäten, frisches Bauernbrot, Käse- und Speckspezialitäten, Honig, Säfte und Liköre) und in den handwerklichen Vorführungen wieder. Zu sehen waren: Schusterarbeiten, Wolle spinnen, ländliche Stickkunst, Heukranzl und -figuren binden, Patschen machen, Dachrinnen hacken, Schindel schneiden, Glockenturm und Brunnen bauen, Kachelofen setzen, Spitzen klöppeln. Für die Jetztzeit zeigte ein Motorsägenschnitzer seine Fertigkeit.
Ausgesprochen stimmig auch die Präsentation von Trachtenmode in einem Stadl durch die Firma Gössl. Mit dem Fest ist es den Faistenauern hervorragend gelungen, viele engagierte Bevölkerungsgruppen aus der Gemeinde und aus der Region einzubinden. Auch dem Bauernherbstmotto wurde das Fest in allen Bereichen gerecht. Soziale Aspekte wurden beim Bauernherbstjubiläumsfest ebenfalls berücksichtigt. 4. Preis: „Fest verwurzelt“ Gebrüder Gamsjäger, Mühlbach am Hochkönig Die Brüder Franz, Josef und Peter Gamsjäger – die Gewinner des Bauernherbst-Wettbewerbes 2004 – haben auch heuer ihre besondere Kreativität zum Ausdruck gebracht: „Fest verwurzelt“ lautete ihr Motto der heurigen Aktivitäten, die sich nicht nur über einen längeren Zeitraum zogen, sondern sich von den Bauernherbstfesten in den anderen Gemeinden doch wesentlich unterschieden. Höhepunkt war ein Konzert der Gruppe „Der Berg“ in luftiger Höhe, genauer gesagt auf der Karbachalm. Dazu waren auch alle Salzburger Bürgermeister eingeladen, die ihr Gemeindewappen auf dem dort aufgestellten Holzmonument „Mittelpunkt des Landes Salzburg“ anbringen haben lassen. Obwohl die Mühlbacher mit dem Wetter Pech hatten, und aus dem Open-Air ein Almhüttenkonzert wurde, kam dennoch Stimmung auf. Das Besondere am Projekt der Gebrüder Gamsjäger ist, dass sie ihr Projekt „Fest verwurzelt“ auf einen längeren Zeitraum angelegt haben. Das Motto des diesjährigen Wettbewerbes „Das besondere Fest unter Einbindung von Holz und Heu“ wurde als Wortspiel aufgegriffen und mit gesäuberten und gekonnt arrangierten riesengroßen Wurzelstöcken im gesamten Ortsgebiet umgesetzt. Diese Wurzelstöcke sollen die Heimatverbundenheit bzw. die Verwurzelung der Mühlbacher symbolisieren.
Die Brüder Gamsjäger bezeichnen die Mühlbacher als „Flachwurzler“, da durch den Bergbau viele erst später zugezogen sind und deshalb nicht so wie in anderen Salzburger Gemeinden tiefe Wurzeln haben. Die Jury war von diesem originellen Zugang zum Thema und dessen Umsetzung beeindruckt. Ein Fest der ganz anderen, besonderen Art! 4. Preis: Bad Vigauner Bauernherbstfest Tourismusverband Bad Vigaun Die Bad Vigauner haben ihr Bauernherbstfest am Dirndlgwandlsonntag angesetzt, was bereits beim Festgottesdienst ein beeindruckendes Bild ergab: Fast alle Besucher sind im Dirndl bzw. in der Tracht gekommen. Anschließend wurden auf dem Dorfplatz die Pferde der neu gegründeten Bad Vigauner Schnalzergruppe gesegnet und im Rahmen einer Schnalzervorführung die einzelnen Reiter und Fußknechte vorgestellt. Neben der Trachtenmusikkapelle Bad Vigauen spielten auch die angereiste Trachtenmusikkapelle der Partnergemeinde Lengfeld/Stratzing auf.
Der Dorfplatz war aufwendig und mit viel Liebe zum Detail geschmückt, wobei sowohl das Motto „Holz und Heu“ als auch das Jubiläum „10 Jahre Bauernherbst“ berücksichtigt waren. Die Bäuerinnen präsentierten auffallend phantasievoll ihre große Produktpalette und sorgten hervorragend für das leibliche Wohl der Gäste – das betrifft sowohl die Qualität als auch das Service! Die Vereine wie z.B. die Jägerschaft oder der Trachtenverein, ein Imker, Handarbeiterinnen, Krampusmaskenschnitzer etc. präsentierten ihr Können und luden zu Gesprächen ein. Die Volksschule leisteten mit Zeichnungen und Holzdekorationen ebenfalls ihren Beitrag zum Bauernherbstfest. Beim Fest selber hatten die Kinder ihren Freiraum: Zwei Buben beaufsichtigten eine Art Streichelzoo mit Ziegen und Kitzen und es gab auch Schätzspiele. Ein Höhepunkt war eine Trachtenmodeschau von Gössl mit der „Gwandhaus Musi“, bei der die Bad Vigauner – Jung und Alt - als Models auftraten. Zudem lud das Heimatmuseum Bad Vigaun zum „Tag der offenen Tür“ , die Galerie im Ort hatte ebenfalls geöffnet. Rundum war diese Veranstaltung ein sehr gelungenes Fest mit familiären Ambiente, bei dem die gesamte Bevölkerung eingebunden war und sich die Besucher merklich wohl fühlten.
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