Eine Pracht, die es zu erhalten gilt: die über Jahrhunderte durch sorgsame Bewirtschaftung entstandenen Lungauer Blumenwiesen (Foto: Werner Kommik)

Im Bild (v.li.) Dr. Winfrid Herbst (Vorsitzender Naturschutzbund Salzburg), Mag. Doris Landertinger (Projektleiterin Naturschutzbund Österreich) und Bürgermeister LAbg. Ing. Manfred Sampl bei der Beitrittserklärung. (Foto: Hannes Augustin/Naturschutzbund)

St. Michael im Lungau ist vielfaltleben-Gemeinde

 

 

Das Generationendorf St. Michael ist vor kurzem dem vielfaltleben-Gemeindenetzwerk beigetreten und möchte sich damit noch stärker für den Erhalt der Artenvielfalt einsetzen. Im Rahmen eines Projekttages wurde nicht nur die noch die vielfaltleben-Gemeindeerklärung unterzeichnet, sondern auch über mögliche Schwerpunkte nachgedacht.

 

Naturnahe Blühflächen werden angelegt

Die Gemeinde beabsichtigt, gleich mehrere Vorhaben anzugehen. So soll am Ortseingang eine Blühfläche mit regionalem Saatgut angelegt werden, auch Flächen der Neuen Mittelschule St. Michael sollen unter der Leitung von Direktorin Andrea Schlick naturnah umgestaltet werden. Die Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinaus ist wichtig: So sind unter anderem der Biosphärenpark Lungau (Markus Schaflechner), die Schutzgebietsbetreuung (Barbara Rems-Hildebrandt), das Naturschutzreferat des Landes (Günter Jaritz) und der Naturschutzbund Lungau (Irmgard Ilg) in das Projekt eingebunden.

 

Schönheit erhalten: Lungauer Blumenwiesen sind einzigartig!

Die Sorge von Werner Kommik aus St. Michael gilt neben den Wiesenbrütern (Braunkehlchen, Feldlerchen, Wachteln) vor allem den prächtigen Lungauer Blumenwiesen, die durch jahrhundertelange schonende Bewirtschaftung entstanden sind. Diese kommen aufgrund stärkerer Intensivierung immer mehr unter Druck und drohen zu verschwinden. Kommik appellierte im Rahmen des Projekttages eindringlich an das Land Salzburg und den Biosphärenpark Lungau, entsprechende Förderungen für eine späte Mahd zu entwickeln, um den Erhalt – sowohl als Lebensraum für Insekten und Vögel, aber auch als touristische Attraktion – sicherzustellen. Der Lungau trägt seit Juli 2012 die Auszeichnung „UNESCO Biosphärenpark“.

 

Weitere Infos erhalten Sie hier.

 

Kontakt: Dr. Anita Moser, Gemeindeentwicklung Salzburg, Tel: 0662-872691-18, E-Mail: anita.moser@sbw.salzburg.at