Sprechen statt Tabuisieren …

 

 

Demenz geht einher mit dem Verfall der geistigen Leistungsfähigkeit – vor allem die Gedächtnisleistung und das Denkvermögen nehmen ab. Im VergissDEINnicht-Demenzcafé im Pinzgau kann man darüber sprechen, statt zu tabuisieren.

 

„Uns ist es wichtig, in angenehmer Atmosphäre Gesprächsmöglichkeiten zu bieten, wo einerseits Fachkräfte mit ihrer Erfahrung Hilfestellung für die Angehörigen leisten. Was die pflegenden Angehörigen sich andererseits jedoch am meisten wünschen, ist ein zwangloser Austausch in vertrauter Atmosphäre. Auch die von Demenz Betroffenen können nach Herzenslust bei Kaffee und Kuchen lachen, tanzen, singen, Spiele spielen oder sich einfach unterhalten“: So bringen Gabi Fankhauser und Tina Widmann ihre Intention für die Gründung des Demenzcafés VergissDEINnicht auf den Punkt. In Zell am See wird es jeden 2. Mittwoch im Monat in der Kitzsteinhornstraße 43 angeboten.

 

Demenz hat zwar den Verfall der geistigen Leistungsfähigkeit zur Folge, „Demenzbetroffene verlieren jedoch nicht die zentralen Aspekte des Menschseins. Das heißt, sie sind liebes- und beziehungsfähig, zeigen Humor und können sich immer noch für Dinge begeistern“, erklärte kürzlich Dr. Alexander Aschenbrenner, Gerontopsychologe und Leiter der Demenz-Beratung des Diakoniewerks in Salzburg, im Rahmen des Demenzcafés. Der Experte konnte viele Fragen der Besucherinnen und Besucher klären.

 

Professionelle Begleitung ist wichtig

Das Demenzcafé im Pinzgau wird sehr gut angenommen. Dieses findet nicht nur in Zell am See statt, man kann es auch mobil in anderen Gemeinden kostenlos buchen. Wunschgemäß kann das Programm auch individuell gestaltet werden. Das Angebot ist einerseits als Selbsthilfegruppe gedacht und richtet sich an Menschen, welche ihre an Demenz erkrankten Angehörigen betreuen, andererseits auch als Angebot für die an Demenz Erkrankten selbst.

Die pflegenden Angehörigen können sich mit anderen Angehörigen über ihre eigenen Erfahrungen auszutauschen, sich über Betreuungs- und Entlastungsmöglichkeiten informieren, sich pflegerisch-fachliche Informationen über Demenzerkrankungen durch verschiedene erfahrene Experten holen und ihre an Demenz erkrankten Angehörigen für zwei Stunden bei Kaffee und gut betreut wissen.

 

„Zwischen 15 und 35 Gäste besuchen uns bei unseren stationären und mobilen Demenzcafés“, informiert Tina Widmann. Das betreuende Team besteht aus Gabi Fankhauser (Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester, Geriatrie, Palliativpflege) Antje Schlicke (Diplomierte Aktivierungs– und Demenztrainerin), Nicole Fankhauser (Pflegeassistenz), Elisabeth Hollaus (Sozialarbeiterin in der Altenpflege), Liane Wurm (Altenfachbetreuerin, Validationstrainerin) und Tina Widmann (Juristin, Obfrau).

 

Weitere Infos: www.leader-nationalparkregion.at

 

Kontakt: Dr. Anita Moser, Gemeindeentwicklung Salzburg, Tel: 0662-872691-18, E-Mail: anita.moser@sbw.salzburg.at