Saalfelden goes QUERBEET …

Gemeinde des Monats

Saalfelden, die bevölkerungsreichste Stadt des Bezirks Zell am See, engagiert sich neben den vielfältigen Aktivitäten im Tourismus, Sport und Wirtschaft auch in kulturellen und sozialen Angelegenheiten. Die Stadtgemeinde ist zum überregionalen Ansprechpartner und zur Vorzeigestadt für interkulturelle Fragen geworden. Das zeigt sich auch im Rahmen des Projektes QUERBEET ganz deutlich.

 

Neben dem jährlichen QUERBEET-Tag, bei dem alle regionalen Interkulturprojekte vorgestellt werden, entwickeln die Bürgerinnen und Bürger auch eigene Konzepte. Wir greifen stellvertretend für viele Initiativen den Migrations- und Religionsdialog heraus.

 

Saalfelden im Migrations- und Religionsdialog

Oft kam im Rahmen des Projektes QUERBEET der Wunsch nach Expertise in der Region. In Kooperation mit dem Land Salzburg ist es im vergangenen Herbst gelungen, das Format des „Migrationsdialoges“ von St. Virgil zum ersten Mal in die Region zu holen – genauer in den Pfarrsaal nach Saalfelden. Gekommen sind rund 40 Interessierte, um über das Thema „Migration und die Angst vor dem Islam“ zu diskutieren. Damals gaben Experten Einblicke in die internationale Arbeit und lieferten Beispiele für interkulturelles Zusammenleben in Gemeinden.

 

Ende Jänner 2018 fand nun ein erster Religionsstammtisch statt. Dazu Andrea Folie, die Projektleiterin von QUERBEET: „Mehr denn je steht Religion im Mittelpunkt und dominiert zum Teil die politischen und gesellschaftlichen Gespräche – Religion wird zum Stammtischgespräch“. Die Projektverantwortlichen in Saalfelden hatten deshalb die Idee, die Vertreter der verschiedenen in Saalfelden beheimateten Religionen „an den Stammtisch zu holen“. In moderierter Atmosphäre wurde die jeweilige religiöse Haltung, die uns im Alltag bewegt, diskutiert. Neben der katholischen Pfarre waren auch die Orthodoxe, Christliche, Buddhistische und Muslimische Glaubensgemeinschaft sowie Bahaii Saalfelden vertreten. Der Bischof der serbisch-orthodoxen Glaubensgemeinschaft gab im Rahmen dieses Gesprächs das Prädikat „Fortschrittlich in religiösen Diskussionen“ an die Stadtgemeinde motivierend weiter. Weitere Religionsstammtische werden folgen.

 

Besonders wichtig: Arbeit in Schulen

Der Arbeit in Schulen kommt in Saalfelden im Rahmen des Projektes auch besondere Bedeutung zu. So machten sich beispielsweise Jugendliche in der HIB Saalfelden im vergangenen Jahr Gedanken zum Thema „Die Schwabenkinder und ihr Leben“. Sie bearbeiteten damit das historische Phänomen von Flucht und Vertreibung in Österreich.

Im Jahr 2018 werden sich vier Schulen in Saalfelden und eine Schule in Lofer mit dem Thema „Anne Frank“ auseinandersetzen. Im Mittelpunkt steht hier die Wanderausstellung „Lasst mich ich selbst sein. Anne Franks Lebensgeschichte“. Diese Ausstellung wird fünf Monate durch die Pinzgauer Schulen wandern. Dafür werden Jugendliche im Rahmen eines zweitägigen Ausstellungsseminares mit dem Anne Frank Verein Österreich zu Galeristen ausgebildet. Sie werden damit befähigt, weitere junge Menschen und Erwachsene durch die Ausstellung zu begleiten.

Höhepunkt: Die Ausstellungseröffnung am 24. Mai 2018 im Kunsthaus Nexus Saalfelden um 18.00 Uhr. Der Zeitzeuge Roderich Phillippi wird die Eröffnung durch seine Anwesenheit bereichern. Damit Vergangenes nicht vergessen wird und die Gegenwart an Verständnis gewinnt.