Parsch: Schräge Gedanken und kreatives Menü

 

 

Zahlreich sind die Aktivitäten im Salzburger Stadtteil Parsch, die im Rahmen des Projektes „Generationendorf“ durchgeführt werden. Wir greifen das „Monat des offenen Gartentors“ und die Initiative „Reste kochen“ heraus.

 

In den Mund gelegt …

Ein grüner Garten und literarische Zitate passen hervorragend zusammen: Im Stadtteilgarten in Parsch wurde heuer im „Monat des offenen Gartentors“ der sicht- und lesbare Beweis dafür geliefert. Im ganzen Garten verteilt waren Schilder mit (mehr oder weniger literarischen) Zitaten von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu finden. Zitate, die so nie gesagt wurden und doch hätten gesagt werden können. Rainer Maria Rilke, Papst Franziskus, Steve Jobs, Marcel Koller: Ihnen und weiteren Persönlichkeiten hat Christian Lorenz Müller Aussagen in den Mund gelegt, Aussagen, die zum Schmunzeln und Nachdenken anregten. Gemeinsam mit Bernhard Lochmann hat Müller das Projekt „In den Mund gelegt“ initiiert. Dabei ging es nicht darum, die namentlich genannten Personen zu beleidigen oder anzugreifen, „wir wollten einfach eine augenzwinkernd-lustvolle Auseinandersetzung mit dem Thema Garten anregen“, bringen die beiden Querdenker ihre Initiative auf den Punkt.

 

Ein florierender Gemeinschaftsgarten

Bewohnerinnen und Bewohner, die das Bedürfnis danach verspüren, ihr eigenes Gemüse zu ziehen, fehlt gerade in der Stadt häufig der entsprechende Garten dafür – für sie bietet der Stadtteilgarten seit 2012 die Möglichkeit, den grünen Daumen beim Anbau von Zucchini, Tomaten, Bohnen, Kartoffeln, Salat und vielem mehr auszuleben.

„Der Trend, dass die Menschen sich ein Leben ‚zurück zur Natur‘ wünschen, ist auch in Parsch deutlich spürbar“, beschreibt Dr. Anita Moser von der Gemeindeentwicklung  Salzburg. Seit Anfang des Jahres läuft das Projekt „Calendula“, das sowohl die Nähe zur Natur als auch Begegnungen unter Menschen verschiedener Lebenszusammenhänge fördern soll. Unter dem Schwerpunkt „Gartenbegegnungen“ begleitet Anita Moser den Stadtteilgarten. „Der Gemeinschaftsgarten in Parsch ist ein tolles Beispiel dafür, wie beides in einem gestärkt werden kann: das soziale Miteinander und die Nähe zur Natur.“

 

Kreatives Menü

Reste kochen: Unter dieser Devise wurde vor kurzem in der Lebenshilfe im Stadtteil ein kreatives Menü zubereitet und natürlich verspeist. Beeindruckend, was aus nicht mehr ganz frischen Speiseresten alles gezaubert werden kann: Kürbiscremesuppe, Hühnerflügel mit Couscous, Krautsalat, Palatschinken mit Topfen-Bananenmischung und karamelisierten Nüssen. Schon beim Kochen war klar: Gemeinsames Zubereiten ist einfach gesellig. Das galt natürlich auch für das gemeinsame Essen …

 

Parsch ist Generationenstadtteil

Im Jahr 2004 wurde der überparteiliche und überkonfessionelle Stadtteilverein Parsch gegründet. Ziel des Vereins ist es, die Anliegen, Wünsche und Anregungen der Parscherinnen und Parscher anzuhören, zu sammeln und möglichst einer Lösung zuzuführen sowie das Miteinander und Füreinander im Stadtteil zu fördern. Dies geschieht vor allem im Rahmen des „Generationendorfprojektes”, einem Projekt der Gemeindeentwicklung Salzburg, dem sich der Verein 2006 angeschlossen hat.

Anhand von vielen kleineren und größeren Projekten wird versucht, im Stadtteil Brücken zu bauen – zwischen Generationen, Gruppen, Institutionen und Menschen mit unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten. Die Basis des Projektes ist die Ehrenamtlichkeit, die damit auch verstärkt werden soll.

 

Weitere Informationen gibt es hier.

 

Kontakt: Dr. Anita Moser, Gemeindeentwicklung Salzburg, Tel: 0662-872691-18, E-Mail: anita.moser@sbw.salzburg.at