Calendula: Exkursionen ermöglichen „Begegnung im Garten“

 

 

Begegnung im Garten: Unter diesem Motto standen heuer im Rahmen von „Calendula“ mehrere Exkursionen auf dem Programm. So wurden unter anderem der Kräutergarten in Anthering und die Oberösterreichische Landesgartenschau in Kremsmünster besucht. Am 23. Oktober 2017 wird die Fahrt nach Kirchweidach (Gemüsebau Steiner) und Burgkirchen an der Alz (Blümlhof) führen.

 

Anthering: Seele baumeln lassen im Kräutergarten

Vor 25 Jahren wurde der Antheringer Kräutergarten als einer der ersten im Land Salzburg gegründet. Das war wahre Pionierarbeit, denn mit dem Thema Kräuter konnte man damals nicht leicht Aufmerksamkeit erlangen. Inzwischen ist der Antheringer Kräutergarten ein fixer Bestandteil im Ortsgeschehen und für viele ein Erlebnis, ein Ort der Erholung, eine Oase für alle Sinne.

Mit diesem Kräutergarten will man den Menschen die Natur wieder näher bringen, das Interesse an der heimischen Pflanzenvielfalt wecken und altes Kräuterwissen wiederbeleben. Initiatorin Frieda Aigner sagt: „Mir ist vor allem auch wichtig, dass man die Pflanzen und die Kräuter beim Namen nennen kann. Bei der Gründung waren wir an die 20 ‚Kräuterhexen‘. Inzwischen sind wir schon mehr geworden, und auch etliche junge Leute sind dabei.“

Rund 350 verschiedene Kräuter und Heilpflanzen wachsen und gedeihen auf rund 1.000 Quadratmeter mitten im Ort Anthering. In einem traditionellen „Bauerngarterl“ kann man typische Pflanzen dieser Gegend bewundern. Schafgarbe, Astern und Sonnenblumen, Küchenkräuter wachsen in einer Kräuterspirale. Es gibt einen Duftgarten, einen Rosenhügel mit 17 verschiedenen Wildrosen und ein Feuchtbiotop mit Fröschen.

 

Kremsmünster: Dreiklang der Gärten

Die Gärten von Kremsmünster erblühen im Dreiklang von Stift, Markt und Schloss. Diese drei Schauplätze verwandeln sich in eine harmonische Gartenkomposition mit vielseitigen gärtnerischen und touristischen Attraktionen im herrlichen Alpenvorland und wurden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Exkursion gebührend bewundert. Die behutsam revitalisierten Höfe und Gärten im Stift Kremsmünster, der Park an der renaturierten Krems in der Nähe des neu gestalteten Marktplatzes sowie der Schlosspark Kremsegg garantierten unverwechselbares Gartenschau-Flair. „Man muss unbedingt alle drei Bereiche gesehen haben“, waren sich die interessierten Exkursionsteilnehmer einig, „sonst hat man sicher das Schönste versäumt“.

 

Calendula: Ein Projekt der Gemeindeentwicklung Salzburg

Die Erhaltung der hohen Lebensqualität in ländlichen Regionen stellt Gemeinden und Stadtteile vor große Herausforderungen. Die Gesellschaft verändert sich rasch und neue Lösungen sind gefragt. Das Projekt „Calendula“ der Gemeindeentwicklung Salzburg will (weiterhin) die Generationen vernetzen, den Austausch von Menschen mit völlig unterschiedlichen Lebenszusammenhängen fördern und der Begegnung eine neue, tiefere Bedeutung geben.

Bei „Calendula“ wird in und mit der Natur gearbeitet. Mit zahlreichen Angeboten wird der soziale Zusammenhalt der Bürgerinnen und Bürger gestärkt, und es werden neue Beteiligungsmöglichkeiten geschaffen.

 

Vom Gemeinschaftsgarten bis zur Gartentherapie

Zu den Projektschwerpunkten zählen unter anderem Gemeinschaftsgärten. Gemeinschaftsgärten sind Gärten, die von einer Gruppe von Menschen betrieben werden. Hier spielt aber nicht nur das Gärtnern eine Rolle, sondern auch das gemeinsame Arbeiten, die Möglichkeit der Beteiligung innerhalb einer Gemeinschaft, die Entwicklung eines gemeinschaftlichen Sinns im gemeinsamen Tun und letztlich das kommunikative Zusammensein im Garten. 

 

„Calendula“ steht außerdem für Baumpatenschaften, Gärten für Menschen mit Demenz, essbare Dörfer und Städte und für die Neophyten (neue Pflanzen).

Dazu Projektleiterin Dr. Anita Moser: „Mit vielen Vorträgen, Workshops und Exkursionen und einer Ausstellung wollen wir die Generationen vernetzen, Wissen rund um das Thema Natur und Garten weitergeben, den Austausch von Menschen mit unterschiedlichen Lebenszusammenhängen fördern und der Begegnung eine neue, tiefere Bedeutung geben.“

Der „Blick über den Gartenzaun“ gilt nicht umsonst als Synonym für Aufgeschlossenheit für Neues.

 

 

Kontakt: Dr. Anita Moser, Gemeindeentwicklung Salzburg, Tel: 0662-872691-18, E-Mail: anita.moser@sbw.salzburg.at