Hier finden Sie eine Auflistung bereits abgeschlossener Projekte:

 

Bürgerliches Engagement

EuRegio Projekte

„Bürgerschaftliches Engagement“ findet sich in der EuRegio in vielfältiger Weise - über alle Lebensbereiche und Gesellschaftsschichten hinweg. Die „EuRegio-Woche des Bürgerschaftlichen Engagements“ macht diese Vielfalt bekannt. Sie spricht alle Bürgerinnen und Bürger sowie das Fachpublikum an.

 

Weitere Informationen zum Projekt

 

AlpenGenuss/SaporiAlpini

Projektlaufzeit: 2009-2013

 

Bildungsmaßnahmen zur Realisierung neuer Wertschöpfungs-

ketten im innovativen Zusammenwirken von Landwirtschaft und Tourismus

Azioni di formazione per la realizzazione di valore aggiunto in un’innovativa collaborazione tra agricoltura & turismo

 

Durch dieses Projekt sollen Regionalität und Tradition als Grundlage zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Bildungsträgern und Interessensgruppen der Bereiche Landwirtschaft, Tourismus, Gastgewerbe und des Handels im kleinen Kreislauf gestärkt werden. Die Bildungsmaßnahmen beziehen sich auf Berufsbildung, berufliche Weiterbildung und Bewußtseinsbildung bei Konsumenten und Entscheidungsträgern. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Entwicklung und Sicherung von zukunftsfähigen Arbeitsplätzen für die jungen Menschen in den alpinen Regionen!

 

 

Hauptaktivitäten & Ergebnisse

  • Analyse der Ist-Situation in den Partnerregionen:

Aufzeigen von Guten Praktiken und Festlegen von Leitprodukten. Gemeinsame Leitprodukte: RIND – SCHAF – KÄSE – KARTOFFEL – HONIG.
Zusätzlich je ein Spezialprodukt pro Region: BUCHWEIZEN/Südtirol – HÜLSENFRÜCHTE/Belluno & Vicenza – GETREIDE/Osttirol – ÄPFEL/Pinzgau
Diese Produkte bildeten die thematische Grundlage für die weiteren Aktivitäten.

Ist-Analyse Region Pinzgau

 

  • Konzeption von Bildungsmodellen:

Entwicklung und Umsetzung von zweisprachigem und digital gestütztem Lehr- und Lernmaterial.

- Interregionales Rezeptbuch “AlpenGenuss erleben” – “A tavola con SaporiAlpini” (auch als E-book).

- Unterrichtsmappe zu den Produkten für berufsbildende Schulen (Bereich  Landwirtschaft und Tourismus) (auch als E-Learning–Kurs).

- www.alpengenuss.net – “Karte der Bildungsdestinationen” im Internet auf Basis von Google Maps eingerichtet. Transnationales Netzwerk der am Projekt “Alpengenuss / SaporiAlpini” mitwirkenden Partner, Schulen, Institutionen und Betriebe. Z. B. können so auch zukünftig regionale und transnationale Bildungstouren geplant werden.

- www.zwischensaison.com – Diese Homepage zur "Förderung von Ganzjahrestourismus im Pinzgau" wurde als Modellprojekt vom Regionalmanagement Pinzgau, der Wirtschaftskammer und dem AMS Zell am See in Kooperation mit dem EU-Projekt "AlpenGenuss / SaporiAlpini" entwickelt.

  • Entwicklung und Umsetzung von Bildungsangeboten:

in Form von transnationalen oder regionalen – meist zweisprachigen - Kursen, Seminaren, Praktika, Lehrfahrten und Exkursionen für Schülerinnen, Schüler, Lehrpersonen und Fachleute.

  • Wissensverbreitung:

Zur Sensibilisierung für regionale Kreisläufe in Bezug auf Ursprung und Qualität von Lebensmitteln, deren Herstellung, Verarbeitung, Vermarktungs- und Verabreichungsstrategien.

Z. B. Homepages, Medienberichte, Filme,  Informationsmaterialien, Durchführung von Veranstaltungen mit Präsentationen, Schaukochen mit Verkostung.

Veranstaltungen beispielhaft: “Genusswanderung auf den Krimmler Tauern”; “Regionaler ökologischer Fußabdruck”, Bramberg, Pinzgau;

“Event Tourismus trifft Landwirtschaft. Kulinarische Reise durch die Alpenregionen Belluno, Osttirol, Pinzgau und Südtirol”, Domplatz in Brixen; 

Präsentationen auf Messe “Sapori Italiani” in Longarone, Belluno und “Tip-World-Messe” in Bruneck, Südtirol.

 

 

Projektregionen

Südtirol – Belluno & Vicenza - Osttirol - Salzburg/Pinzgau

 

 

Partner

Leadpartner:
Autonome Provinz Bozen, Abt 22, Land-, forst- & hauswirtschaftliche Berufsbildung

 

Projektpartner:

Provinz Belluno, Dienst der landwirtschaftlichen Entwicklung

Bezirkslandwirtschaftskammer Lienz

SIR - Salzburger Institut für Raumordnung & Wohnen, Gemeindeentwicklung

 

Durch das Mitwirken einer Vielzahl an Kooperationspartnern in den beteiligten Regionen konnte eine große Breitenwirkung erzielt warden.

 

 

Downloads

Projektergebnisse 2009-2013Risultati del progetto 2009-2013

Rezeptlehrbuch / Libro didattico di cucina

Karte der Bildungsdestinationen im Internet

 

 

Modellregion Pinzgau - Kooperationspartner

RegPi - Regionalmanagement Pinzgau

LFS Bruck - Landwirtschaftliche Fachschulen Bruck

HBLW Saalfelden

WK Wirtschaftskammer Zell am See

AMS Arbeitsmarktservice Zell am See

BBK Bezirksbauernkammer

Tauriska Kulturverein

Leopold-Kohr-Akademie

 

 

Downloads

AlpenGenuss/SaporiAlpini - Broschüre

AlpenGenuss-Aktivitäten Salzburg/Pinzgau”, 2009-2013 - Powerpoint

AlpenGenuss-RollUps

 

 

Videoclips

Impressionen Tourismus trifft Landwirtschaft

Regionaler ökologischer Fußabdruck

Landwirtschaft trifft Tourismus – LFS Bruck

Wirtschaft trifft Tourismus – HBLW Saalfelden

Projektpartner Südtirol

 

 

Kontakt:
DI Christine Stadler

SIR, Gemeindeentwicklung Salzburg

5020 Salzburg, Schillerstraße 25, Stiege Nord, Austria

E-Mail: christine.stadler@salzburg.gv.at

www.sir.at; www.gemeindeentwicklung.at

 

Neues Leben in alten Mauern

Den Wert „alter“ und „neuer“ Bauten erkennen 

Die Salzburger Gemeindeentwicklung widmet sich jedes Jahr einem für Gemeinden und BürgerInnen interessanten Thema.

 

2011/2012 lautet das Thema "Neues Leben in alten Mauern – Lebensraum. Lebenstraum. Gemeinde".

 

Mit diesem sehr positiv besetzten Titel widmet sich die Gemeindeentwicklung Salzburg, dem für die Menschen, die Gesellschaft, die Wirtschaft, den Tourismus, dem Handwerk und den Gemeinden so wichtigen und daher oft diskutierten Themenbereich der Nutzung von öffentlichen und privaten Räumen.

 

Eine bewusstseinsbildende Veranstaltungsserie wurde gestaltet und in vier Themenbereiche gegliedert: Gemeinden, Ortskerne, Landwirtschaft und das zeitgenössische Bauen. Durch Impulsveranstaltungen, Seminare, Exkursion, Schulprojekte und Ausstellungen soll den Menschen der Wert historischer Bauten, die Verbindung "alter" und "neuer" Bauten und Anbauten, des Orts- und Landschaftsbildes sowie die Verantwortung für die Erhaltung von Bauten und Räumen nähergebracht werden. 

 

Folder zu den einzelnen Veranstaltungen:

 

Bildgalerie Ausstellungseröffnung in der LFS Bruck 

Abschlussbericht zum Jahresschwerpunkt (Downloadlink)

 

InnoCité

innovating in your city
Laufzeit des Projektes: 2008-2011

Die Gemeindeentwicklung Salzburg wurde von der Handelskammer Lyon eingeladen, am Projekt "InnoCité" mitzuarbeiten. Kooperationspartner des SIR und der Gemeindeentwicklung Salzburg ist der Verein "Plusregion" mit den Gemeinden Straßwalchen, Köstendorf und Neumarkt am Wallersee, die im Einzugsbereich der Stadt Salzburg liegen.

 

Was ist InnoCité?

Das InnoCité-Projekt befasst sich mit der Situation kleiner und mittlerer Städte, die im Einzugsgebiet großer, urbaner Zentren im Alpenraum liegen. Diese suburbanen Kleinstädte leiden häufig an regionalem Identitätsverlust und mangelnder Wettbewerbsfähigkeit. Durch die periphere Lage sind sie als Betriebsstandorte weniger attraktiv und es fehlt an qualitativen Arbeitsplätzen, was die arbeitende Bevölkerung zum Auspendeln zwingt. Die Nahversorgung ist nicht mehr gesichert, und schlussendlich kommt es zu einem infrastrukturellen Verfall und einer Verschlechterung der Lebensqualität.

 

Welche Ziele verfolgt das Projekt?

Das InnoCité-Projekt hat zum Ziel, Probleme, die sich aus dieser besonderen Lage ergeben, zu identifizieren, ihre Ursachen ausfindig zu machen und geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten.

 

Das Hauptaugenmerk liegt darauf, die Attraktivität der Regionen zu steigern, ihre Wettbewerbsfähigkeit und die Lebensqualität zu erhöhen, ihre regionale Identität zu stärken und die Erfüllung der infrastrukturellen, administrativen und ökonomischen Anforderungen sicherzustellen. Es soll dem Zentralisierungstrend entgegengewirkt werden, d.h. lokale Zentren sollen erhalten bleiben bzw. gestärkt werden.

 

 

Wer sind die Partner?

Die sieben Projektpartner kommen aus EU-Ländern, die Anteil an den Alpen haben. Federführend dabei ist die Région Rhône-Alpes (Handelskammer in Lyon), Frankreich. Weitere Partner kommen aus Italien (Lombardei), Deutschland (Bayern), Slowenien (Koper), Frankreich (Région Franche Comté) und Niederösterreich.

 

 

Konkrete Maßnahmen

 

Eine Maßnahme, die in der Plusregion bereits umgesetzt wurde, dient zur Attraktivierung des Ortszentrums und der Verbesserung der Lebensqualität in Straßwalchen. Es wurde mit Architekturstudenten der TU Graz ein Ideenwettbewerb durchgeführt, der eine Vielzahl an Entwürfen hervorbrachte, wie der Ortskern vom Verkehr entlastet und für wirtschaftliches und gesellschaftliches Leben wieder attraktiver gemacht werden kann. 

 

Pilotregion:

www.plusregion.at

www.koestendorf.at

www.neumarkt.at

www.strasswalchen.com 

 

Europäischer Dorferneuerungspreis für Seeham

 

Die Gemeinde Seeham wurde 2008 mit dem „Europäischen Dorferneuerungspreis für ganzheitliche, nachhaltige und mottogerechte Dorfentwicklung von herausragender Qualität“ ausgezeichnet. Seeham hatte Grund zum Feiern. Es erhielt, gemeinsam mit weiteren europäischen Gemeinden diese Auszeichnung und war damit auch die erfolgreichste unter den österreichischen Teilnehmergemeinden.

 

Generationendorf – ein Zukunftsmodell

 

Den Dialog zwischen den Generationen stärken: Mit diesem Ziel startete die Gemeindeentwicklung Salzburg im Jahr 2003 das Projekt „Generationendorf“. Elixhausen, Ramingstein und St. Koloman wurden als Modellgemeinden ausgewählt und drei Jahre lang bei der Suche nach innovativen, generationsverbindenden Aktivitäten begleitet. Im Rahmen einer Fachtagung in Elixhausen zogen GemeindepolitikerInnen, ExpertInnen und Interessierte 2007 Zwischen-Bilanz. Jung und Alt gemeinsam? Geht das? … und ob! 

 

Nicht nur der Blick auf die in den drei Salzburger Generationendörfern entstandenen Initiativen beweist dies eindrucksvoll, auch gelungene Beispiele aus Deutschland und der Schweiz standen bei der Tagung im Mittelpunkt des Interesses. So arbeiten beispielsweise die Verantwortlichen in der württembergischen 3.500-Einwohner-Gemeinde Amtzell bereits seit zehn Jahren in einem dynamischen Prozess am Netzwerk „Jung und Alt“. „Wir setzen vor allem auf Präventivmaßnahmen“, brachte es der Amtzeller Bürgermeister Paul Locherer auf den Punkt, „auch wenn diese in der Förderpolitik keinen Niederschlag finden“. Alte Menschen als Lastfaktor, Kinder als Störfaktor: Diesem Denken kann man in Amtzell wenig abgewinnen. Der örtliche Kindergarten wurde deshalb ganz bewusst beim örtlichen Altenheim angebaut. Eine Wohnanlage für Jung und Alt – die 40 Wohneinheiten mitten im Dorf stehen (grundbücherlich gesichert) je zur Hälfte jungen und älteren Mietern zur Verfügung – sichert zum einen Autonomie im Alter, zum anderen wird Selbstständigkeit und Verständnis füreinander gefördert. Die Gemeinde beschäftigt dafür sogar eine eigene Gemeinwesenarbeiterin. „In unserer Gemeinde hat das Generationendorf-Projekt zu einem neuen WIR-Gefühl geführt, es haben sich Menschen engagiert, die sich bis dato nie am Gemeindeleben beteiligt haben“, freut sich Bürgermeister Bruno Wuppinger aus Elixhausen. 

 

Wesentlich zum Gelingen des Projektes habe auch die kompetente Begleitung von außen beigetragen, ergänzt der St. Kolomaner Bürgermeister Christian Struber. „Die Kommunikation innerhalb der Bevölkerung hat sich durch das Projekt deutlich verbessert“, ist Franz Winkler, der Ramingsteiner Bürgermeister, überzeugt. Alle drei Bürgermeister waren sich einig, das generationsverbindende Engagement der Bevölkerung auch nach dem offiziellen Ende des Projektzeitraums ganz wesentlich zu unterstützen und zu fördern. Die Generationenfrage ist die Kernfrage des Zusammenlebens in den Gemeinden und braucht deshalb ein „kreatives Kabinett der besten Köpfe“, wie es die Salzburger Soziologin Dr. Rosemarie Fuchshofer im Rahmen der Tagung bezeichnete. Fuchshofer – sie hat das Projekt sozialwissenschaftlich begleitet – nutzte die Veranstaltung neben einer positiven Bilanz auch dafür, einen neuen Aspekt zur Diskussion zu stellen, den Bonus für ehrenamtliches soziales Engagement. Es gehe dabei, so Fuchshofer, nicht um billigen Ersatz für professionelle Dienstleistungen. Ihr Credo: „Es braucht eine öffentliche Anerkennung jeder gemeinnützigen Leistung“. Die Gemeindeentwicklung könne immer nur als Impulsgeber fungieren, zeigte sich Landesrätin Doraja Eberle im Rahmen der Fachtagung überzeugt, „es liegt letztlich“, so Eberle weiter, „am lebendigen ehrenamtlichen Engagement der Bürger, ob ein Projekt erfolgreich läuft oder nicht“. Beim Projekt „Generationendorf“ sei diese Impulssetzung hervorragend geglückt, warten doch bereits weitere Gemeinden und auch Stadtteile darauf, von diesem zukunftsweisenden Ansatz zu profitieren!